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Rheinland-Pfalz unterstützt Investitionen: Wasser ausbringen mit Fördermitteln

Weitere Beregnungsanlagen für Obst und für Erdbeeren werden gebaut und auch finanziell gefördert. Damit rechnet Dr. Walter Schmalen, Geschäftsführer im Landesverband Wasser- und Boden Rheinland-Pfalz sowie im Beregnungsverband Rheinland-Pfalz Nord. Die Verbände werden in eigener Regie geführt, vom Land gewünscht und finanziert. Ihre Aufgabe ist die Wasserbereitstellung für Viehtränken und Beregnungsanlagen, für Drainage und Gewässerunterhaltung und Wasserentnahmen. Sie kümmern sich auch um technische Belange und die Voraussetzungen, um Fördergelder zu bekommen. Und sie bekommen vor allem leichter die Rechte zur Wasserentnahme als ein einzelner Betrieb, so Schmalen. Der Beregnungsverband wurde 1992 gegründet mit 22 Interessenten und 114 Hektar Fläche. Ziel war, rund 200 Hektar Verbandsfläche zu erlangen. Er rechnete eine Kalkulation für den Wasserbedarf vor: In der Tropfberegnung bei 3000 Bäumen je Hektar und zwei Liter je Baum. Bei 120 Tagen Vegetation ergibt sich ein Wasserbedarf von 720 Kubikmetern je Hektar und Jahr. In der Überkopfberegnung umgerechnet damit für 35 Kubikmeter je Stunde mal zehn Stunden und einem Bedarf an vier Tagen: Das macht 1 400 Kubikmeter je Hektar und Jahr. Ziele der Frostschutzberegnung sind die Sicherung des Ertrages, die Stabilisierung des Betriebsertrages und der Preise, ein Verbessern der Kontinuität des Angebotes, eine ausgeglichene Marktversorgung mit größerer Käuferbindung. Demgegenüber stellte Schmalen die Investitionskosten der Erstinvestition an kalkulierten damals noch rund 9,5 Millionen DM bei 200 Hektar Verbandsfläche oder rund 47 000 DM pro Hektar. Das bedeutet, eine Investition in Frostschutzberegnung wäre zwar sinnvoll, aber nur mit Hilfe staatlicher Förderung für einzelne Betriebe tragbar. Es wurde eine Kartierung mit beregneten und beregnungswürdigen Flächen erstellt und die Landesregierung stellte Fördergelder im Haushalt bereit. Seit dem Jahr 2002 gibt es die staatliche Förderung, aufgeteilt über Umweltministerium und Landwirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz, für Beregnungsanlagen und verbundene Investitionen. Ursprünglich wurden sie zur Hälfte, also 50/50, gefördert. Sie liegt heute bei 30 Prozent der förderfähigen Kosten, 70 Prozent sind vom Produzenten alleine aufzubringen, so Schmalen. Das bedeutet in der Praxis: erst bauen, Geld vorschießen und dann erfolgt eine Auszahlung der Fördermittel.

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