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Richtigstellung: „Acetamiprid nicht bienengefährlich“

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„Drei große Gartenmärkte verkaufen noch Glyphosat“, meldete Greenpeace im April. In der breit gestreuten Pressemeldung der Umweltschutzorganisation ging es zudem um Neonicotinoide, wobei Acetamiprid als bienengefährlich aufgeführt war – eine laut Scotts fachlich nicht belegte Einstufung von Greenpeace.

Eine Honigbiene sammelt Pollen und Nektar. Foto: Ludmila Smite/Fotolia

Im entsprechenden Beitrag „Glyphosat noch bei drei Garten- und Baumärkten“ stand diese Einstufung der Umweltschutzorganisation auf TASPO Online für wenige Stunden im Netz. Entsprechend bat der Pflanzenschutzmittel-Hersteller Scotts um folgende Richtigstellung:

„Der Wirkstoff Acetamiprid wurde in der Greenpeace Pressemitteilung ‚Drei große Gartenmärkte verkaufen noch Glyphosat‘ vom 20. April 2016 unter dem Untertitel ‚Bienengifte auf dem Rückzug‘ als bienenschädliches Neonicotinoid bezeichnet. Diese Aussage ist fachlich falsch. Der Wirkstoff Acetamiprid ist nachweislich nicht bienen-toxisch. Dies wurde in zahlreichen Studien im Rahmen der EU Wirkstoffprüfung belegt.

Darüber hinaus erfolgt die behördliche Einstufung zur Bienengefährlichkeit (B1-B4) nur auf Ebene der Pflanzenschutzmittel. In seiner Eigenschaft als insektizider Wirkstoff wurde die Wirkung von Acetamiprid im Rahmen der Zulassung auch auf Nichtzielorganismen, wie Bienen, Hummeln und andere Nützlinge in den letzten 20 Jahren sehr umfangreich untersucht.

Insgesamt geht aus den Ergebnissen der vorliegenden Daten klar hervor, dass die Anwendung von Acetamiprid in den in der EU zugelassenen Aufwandmengen keine negativen Effekte auf das Verhalten der Kolonien, die Nahrungssuche, sowie Brutentwicklung von Honigbienen hat.“