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Pflanzenschutztipp: Blattkrankheiten an Spargel

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Mit zunehmender Bestandsdichte und der derzeit nass-warmen Witterung steigt das Befallsrisiko der Blattkrankheiten an Spargel massiv an. Die nassen Bestände bilden die reinste Brutstätte für Infektionen.

Mit zunehmender Bestandsdichte und nass-warmer Witterung steigt das Befallsrisiko der Blattkrankheiten an Spargel massiv an. Foto: Alexander Spoerr/Fotolia

Drei wichtige Spargellaubkrankheiten

Die drei wichtigen Spargellaubkrankheiten sind Spargelrost (Puccinia asparagi), Grauschimmel (Botrytis cinerea) sowie die Stemphylium-Spargellaubkrankheit (Stemphylium botryosum). In der Regel sind die Krankheiten regional unterschiedlich stark vertreten, aber auch Mischinfektionen zweier und dreier dieser Krankheiten treten auf.

In den meisten Anbaugebieten stellt die Stemphylium-Laubkrankheit die wichtigste zu bekämpfende Blattkrankheit im Spargel dar. Auch Botrytis zeigt sich zum Ende der Wachstumsphase in vielen Anlagen, Spargelrost tritt nur regional bedeutsam auf.

Spargellaubkrankheiten: mehrere Produkte zur Bekämpfung

Damit der Spargel in der jetzigen Regenerationsphase ausreichend Reservestoffe einlagern kann, sollte das Spargellaub so lange wie möglich gesund erhalten werden. Für alle drei Krankheiten sind zur Bekämpfung mehrere Produkte ausgewiesen, sodass man einen zu empfehlenden Wirkstoffwechsel und Wirkstoffgruppenwechsel durchführen kann.

Besonders bei Stemphylium und Botrytis ist die Resistenzgefahr sehr hoch. Es besteht nachweislich bundesweit eine Resistenz von Stemphylium gegen Strobilurin-Wirkstoffe, daher sollten Produkte mit Wirkstoffen aus dieser Wirkstoffgruppe wenn notwendig (zum Beispiel zur Bekämpfung von Rost und Botrytis) nur maximal einmal in der Kultur eingesetzt werden.

Eine Übersicht der ausgewiesenen Fungizide finden Sie in einer Tabelle, die Sie HIER downloaden können.