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Rosen Escher: Produktion im geschlossenen System

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Zu den Spezialbetrieben, die sich ausschließlich auf die Produktion von Schnittrosen eingestellt haben, gehört Rosen Escher in Waiblingen. Der Betrieb zählt aufgrund seiner guten technischen Ausstattung und einer optimalen Sortenwahl heute zu den führenden Schnittrosen-Produzenten in Baden-Württemberg.

Betriebsgründung 1932 in Fellbach

Gegründet wurde die Gärtnerei 1932 im ebenfalls in der Nähe von Stuttgart gelegenen Fellbach von den Großeltern des heutigen Inhabers Martin Escher. Der damaligen Zeit entsprechend wurden in gemischter Form Gemüse und Zierpflanzen angebaut, wobei sich der Betrieb gut etablierte und immer mehr auf die Produktion von Schnittrosen sowie Beet- und Balkonpflanzen umgestellt wurde.

In den 1950er-Jahren war in Fellbach eine weitere Vergrößerung nicht mehr möglich, sodass der Sohn des damaligen Besitzers, Friedrich Escher junior, an eine Umsiedlung dachte. Nach der Übernahme des Betriebs gelang es ihm 1958, am Rande von Waiblingen auf einer größeren Produktionsfläche eine neue Gärtnerei zu gründen. In den folgenden Jahren wurde auch dieser Betrieb kontinuierlich vergrößert und es wurden überwiegend Zierpflanzen angebaut.

Schnittrosen-Produktion in über 30 Sorten

Der Sohn dieses Gärtners, Martin Escher (Jahrgang 1968), war ebenfalls mit dem Beruf verbunden und übernahm von seinen Eltern mit 25 Jahren als Gärtnermeister den Betrieb. Zur damaligen Zeit hatte dieser eine Glasfläche von 4.000 Quadratmetern, in der der neue Inhaber mehr und mehr auf die Schnittrosen-Produktion umstieg.

Da sich Produktion und Absatz positiv entwickelten, konnte der Unternehmer Zug um Zug seine Gewächshausfläche weiter ausbauen. Heute beträgt die Hochglasfläche von Rosen Escher 10.000 Quadratmeter. Produziert werden ganzjährig ausschließlich Schnittrosen in über 30 Sorten. Im Pflanzenschutz setzt der Betrieb verschiedene Nützlinge ein.

Rosen Escher stellt auf Hydrokultur um

Bis 1998 wurden die Rosenpflanzen ausschließlich in Erdkultur produziert. Schon bald stellte Martin Escher fest, dass die Rosenpflanzen durch Bodenmüdigkeitserscheinungen zu leiden hatten. So wurde die Produktion Zug um Zug auf Hydrokultur umgestellt.

Ausgestattet wurden die Gewächshäuser mit Kunststoff-Wannen, befüllt mit Perlite als Hydrokultursubstrat. Die Pflanzen werden dann mit Nährlösung versorgt, bei der die Nährstoffe in Form von Einzeldüngern beigemischt werden. Die Nährlösung befindet sich ständig im Umlauf, wobei sie über Sand- und UV-Filter für einen erneuten Einsatz gereinigt wird. Das gewährleistet auch, dass keine Verunreinigungen durch Abwasser ins Freie gelangen.

Absatz über den Blumengroßmarkt Stuttgart

Viele Gewächshäuser sind mit zusätzlichen Belichtungsanlagen ausgestattet und die Heizung auf einem modernen Stand. Ausgestattet ist die Anlage mit einem Blockheizkraftwerk, das mit zertifiziertem Pflanzenöl (Palmöl) betrieben wird. Parallel dazu wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Strom erzeugt, wobei Escher die nicht im eigenen Betrieb benötigte Energie verkauft.

Auf der nicht überbauten Freifläche des Unternehmens werden Gehölze zur Schnittgrün-Gewinnung angebaut. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Kultur von Zypressen (Cupressus arizonica).

Der Absatz aller Erzeugnisse ist klar geregelt. Rosen Escher hat einen eigenen Stand auf dem Blumengroßmarkt in Stuttgart-Wangen, über den die gesamte Produktion an Wiederverkäufer abgesetzt wird. Seit 2004 ist Martin Escher im Vorstand des Blumengroßmarkts tätig, seit 2013 ist er Vorstandsvorsitzender.

Das komplette Porträt über Rosen Escher in Waiblingen ist in der Gärtnerbörse 03/2018 erschienen.