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Rosen nur pilzbehandelt kühl lagern

Mit welchen Fungiziden lässt sich Pilzbefall bei der Kühllagerung von Rosen am besten in den Griff bekommen? Die Antwort auf diese Frage sollte ein Versuch bringen, den Pflanzenschutzberater Kurt Lange im Herbst 2003 organisierte und dessen Ergebnisse er auf der Info-Börse der Baumschuler in Bad Zwischenahn vorstellte. Von vier Mitteln im Test fiel eines ganz durch, und eines erzielte beachtliche Resultate. „Ich rate jedoch dringend zu einer Nachbehandlung nach vier bis acht Wochen – im Prinzip bei allen Präparaten.“

Für den Versuch zur Lagerfäule an Rosen wählte er die wenig pilzanfällige Sorte ‘Lübecker Rotsporn’ und die anfällige Sorte ‘Rumba’, die Versuchsräume stellte die Baumschule Huckfeldt in Prisdorf zur Verfügung, die auch im normalen Baumschulbetrieb ihre Rosen in Tauchbädern behandelt. Gerodet wurde Mitte November. Für den Versuch wurden je 100 Pflanzen in speziell angesetzten Tauchbädern behandelt, je eine Lage mit Euparen M WG (zugelassen für Zierpflanzen unter Glas), Rovral (zugelassen für Zierpflanzen im Freiland und unter Glas), Switch (nach Pflanzenschutzgesetzt § 18b genehmigt bei Ziergehölzen) und Teldor (zugelassen für Zierpflanzen unter Glas) getaucht. Nachdem sie abgetrocknet waren, packten die Versuchsansteller sie gemeinsam mit einer gleichgroßen, unbehandelten Kontrollcharge auf zwei CC-Karren ins Kühlhaus, wo sie vier Monate bei null bis 2,5 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchte von mehr als 95 Prozent gelagert und regelmäßig bonitiert wurden.

„Unsere Ergebnisse sind Durchschnittswerte. Wir haben vermessen, wie viel Prozent der Rinde und Wurzeln jeder Einzelpflanze pro Teilversuch betroffen sind und daraus dann Mittelwerte für die gesamte Partie gebildet“, erklärt Lange die Vorgehensweise. Bereits nach fünf Wochen zeigte die unbehandelte Kontrollpartie von ‘Rumba’ 20 Prozent Befall, darunter am häufigsten Botrytis cinerea, doch auch Alternaria sp., Fusarium avenaceum, Sordaria sp. und Trichurus spiralis kamen vor. Nach zwei Monaten waren bereits 80 Prozent befallen, und nach vier Monaten, ungefähr zur neuen Versandzeit, waren 95 Prozent der Pflanzenoberflächen von Botrytis befallen. Weitere Details finden Sie in der TASPO 2/06.