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Preise für Gemüse sind im Keller

„Die Preissituation auf dem Gemüsemarkt ist äußerst angespannt. So sind einige Gemüsepreise in diesem noch schlechter als im Katastrophenjahr 2004.“ So beurteilt Gerhard Schulz, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau, die aktuelle Lage in der Gemüsebranche. Anlass war die Vorstandssitzung des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) am 10. Juni in Grünberg. Die allgemeine Stimmung unter den Gemüseanbauern beschrieb Schulz als „miserabel“. „Es gibt derzeit zu viel Ware auf dem Markt. Dementsprechend schlecht sind auch aus Sicht der Gemüseerzeuger die derzeitigen Preise für die Erzeugnisse, mit Ausnahme von Spargel.“ Besonders bei den klassischen Gemüsearten wie Salat und Gurken sei dies festzustellen. Die „Kellerpreise“ hätten sich bereits kurz nach Beginn der Freilandsaison herauskristallisiert und setzten sich seitdem auf tiefstem Niveau fort. Zum großen Teil lägen die Erlöse unter den Gestehungskosten, die Verpackung sei in einigen Fällen teurer als der Inhalt. „Es bleibt jetzt nur zu hoffen, dass das Preisniveau für unsere wertvollen und qualitativ hochwertigen Gemüseprodukte schnellstens auf ein mehr als kostendeckendes Maß ansteigt“, betont Schulz im Sinne der Gemüseanbauer abschließend.