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Royal FloraHolland: „Mehr Investitionen nötig“

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Die Royal FloraHolland will mehr in Gebäude, Transport und Logistik investieren, wie der Vorstandsvorsitzende Steven van Schilfgaarde ankündigte. Denn der Warenumschlag verlange nach immer mehr Geschwindigkeit, und die Einheiten werden immer kleiner.

Die Royal FloraHolland investiert in neue Blumenbehälter und mehr Blumenkarren und will zudem größere Lagerflächen für Pflanzen-Vorräte schaffen. Foto: Royal FloraHolland

Mehr Lagerflächen für Pflanzen-Vorräte

Um dies zu bewältigen, werden – neben den Investitionen in neue Schnittblumen-Behälter und mehr Blumenkarren – auch die Räumlichkeiten erneuert. Van Schilfgaarde will Platz schaffen, damit die Versteigerung Lagerflächen für Pflanzen-Vorräte anlegen kann.

Daraus sollen sich die Einkäufer schnell und unkompliziert bedienen können, was vor allem einen geregelten und effizienten Ablauf in den Saisonzeiten und für das Tagesgeschäft unterstützen könne.

Nachhaltigkeit und Transparenz sieht van Schilfgaarde als wichtige Trends bei den Verbrauchern, was die Royal FloraHolland ebenfalls aufgreifen muss. Bis 2025 will die Versteigerung Kohlendioxid-neutral arbeiten, wie der Vorstandsvorsitzende bei einem Pressegespräch während der Royal FloraHolland Trade Fair in Aalsmeer erklärte.

Royal FloraHolland mit eigener Zertifizierung?

Mehr Transparenz möchte er in die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln bringen. Die Mitglieder wollen sich noch in diesem Jahr darüber beraten, und möglicherweise stehe am Ende ein eigenes Zertifizierungssystem, so van Schilfgaarde. Ab 2020 könnten dann einheitlich Informationen über den Einsatz von Pestiziden dargelegt werden.

Wenig Klarheit bestehe zurzeit darüber, was mit einem Brexit im kommenden März kommen wird, so van Schilfgaarde. Die Royal FloraHolland könne möglicherweise helfen, Kontakte zwischen Exporteuren und den zuständigen staatlichen Behörden in Großbritannien herzustellen. Der Brexit war auch ein Vortragsthema bei der Trade Fair Aalsmeer in der vorletzten Woche.

Neu: Mehrweg-Blumeneimer Fc588

Dort stellten Yme Pasma (Royal FloraHolland) und Matthijs Mesken, Direktor der niederländischen Vereinigung der Großhändler von Zierpflanzenprodukten in Aalsmeer (VGB), den neuen Blumenbehälter Fc588 vor. Dieser Blumeneimer soll ein optimales Beladen ermöglichen und damit auch die Kosten in der Absatzkette um jährlich zehn bis 15 Millionen Euro verringern.

Durch den zunehmenden Einsatz von CC-Containern im Export sei ein neuer Mehrweg-Blumeneimer erforderlich gewesen. Das neue Produkt wird ab Frühjahr 2019 zusammen mit dem dazugehörigen Aufsatzständer (Fc598) in mehreren Phasen eingeführt.

Der Fc588 bietet aufgrund seiner Maße gegenüber dem heutigen Fc577 einen um 50 Prozent höheren Beladungsgrad:

  • auf einem CC-Container mit sechs statt vier Eimern pro Lage
  • auf Stapelwagen mit zehn Eimern pro Lage

Das bedeute niedrigere Kosten und einen geringeren CO2-Ausstoß.

Mehr zur Royal FloraHolland Trade Fair und den Gewinnern der diesjährigen Greenovation Awards lesen Sie in der TASPO 46/2018, die am 16. November erschienen ist.