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Russisches Importverbot gegen Niederlande dauert an

Ein Ende des russischen Importverbotes für niederländische Schnittblumen und Topfpflanzen ist auch nach Verhandlungen einer niederländischen Delegation mit Vertretern der russischen Veterinäraufsichtsbehörde letzte Woche in Moskau nicht in Sicht. Das bestätigte Jan Lanning von der Hoofdbedrijfschap Agrarische Groothandel (HBAG). Russland hatte am 28. Juni ein Importverbot für Pflanzen aus den Niederlanden verhängt, nachdem an einer Lieferung Fuchsien Thripse (Frankliniella occidentalis) festgestellt worden waren. Wie Lanning gegenüber der TASPO erläuterte, verlange die russische Behörde ein verbessertes phytosanitäres Zertifikat von den Niederländern. Außerdem sollen die Niederländer eine Garantie für die Echtheit des Zertifikats übernehmen. „Diese Forderung können wir nicht erfüllen, das muss Russland selbst prüfen“, äußerte Lanning. Insgesamt beurteilt er das Importverbot als eine unverhältnismäßig harte Maßnahme. Auf den deutschen Markt hat das Importverbot keine Auswirkungen, schätzt Henning Möller vom Verband des deutschen Blumen-, Groß- und Importhandels (BGI), weder in Bezug auf den Preis noch auf das Angebot.