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Russland: Keine Blumen aus Holland?

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Diese Drohung klingt für die niederländischen Schnittblumenproduzenten vertraut. Russland liebäugelt mit einem Importstopp für Blumen aus Holland. Bereits 2005 hatte es einen solchen Importstopp gegeben. 2013 hatte Russland zumindest damit gedroht. Die russische Regierung führt nach Informationen des Wirtschaftsportals euractiv gesundheitsschädliche Organismen als Grund für das mögliche Einfuhrverbot an.

Werden bald keine Tulpen mehr aus den Niederlanden nach Russland importiert? Foto: iBulb

Ernste Bedrohung für die russische Wirtschaft - Importstopp!

In der Erklärung zum möglichen Importstopp von Schnittblumen sei von einer ernsten Bedrohung für die Wirtschaft die Rede, wie euractiv meldet. Das Importverbot für Lebensmittel aus der EU und einigen anderen Ländern wurde unlängst um ein weiteres Jahr verlängert. 

Für die niederländischen Produzenten und Exporteure würde das Einfuhrverbot die wirtschaftliche Lage im Hinblick auf Russland verschlimmern. Die Exportwerte gehen seit Jahren zurück. Für den russischen Markt wäre das Importverbot ebenfalls bedenklich. Aufgrund der anhaltenden Krise gewähren Banken einheimischen Produzenten kaum noch Kredite. Und so kann die russische Produktion ihre Kapazitäten nicht aufstocken.

Russische Produktion von Schnittblumen schwächelt

Bereits im Mai berichteten Medien über die Schwäche der russischen Schnittblumenproduktion und die befürchteten Marktentwicklungen. Experten prognostizierten schon damals, dass der gesamte Umsatz durch Schnittblumen um ein Fünftel einbrechen könnte. Im gleichen Zug ließ die russische Regierung verlauten, sie arbeite intensiv an einer Lösung.

Im Zusammenhang mit den Medienberichten wurde die Befürchtung geäußert, dass Importe russische Schnittblumen bald ganz vom Markt verdrängen könnten. Ob ein Importstopp aus russischer Sicht alle Probleme für die heimische Produktion beheben wird, ist allerdings fraglich.