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Saatgutbank Berlin Dahlem zieht um

Rund 7.000 Saatguteinlagerungen beheimatet die Saatgutbank in Berlin Dahlem. Sie gehört zu den ältesten derartigen Einrichtungen in Deutschland und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt.

Der Neubau der Saatgutbank Berlin Dahlem wartet mit technischen Neuerungen auf. Foto: Botanischer Garten Berlin

Bisher war die Saatgutbank eher unscheinbar untergebracht. Die Räume des Wirtschaftshofes im Botanischen Garten waren zweckmäßig. Nun aber zieht die Sammlung in den Neubau am Sumpf- und Wasserpflanzengarten um. Vor allem mit neuen technischen Möglichkeiten zur verbesserten Einlagerung trumpfen die neuen Hallen auf.  Am 27. März wird Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks den Neubau feierlich eröffnen.

 

Saatgutbank: Erhaltung geschützter und gefährderter Arten

Die Saatgutbank dient der Erhaltung gefährdeter oder geschützter Arten. Sie sammelt, trocknet und lagert Saatgut aus der ganzen Welt. Die Schwerpunkte liegen neben für die Region charakteristischem und wichtigem Saatgut auch auf Samen aus dem Mittelmeerraum und dem Kaukasus. Auch für die Forschung spielt der Saatgutspeicher eine große Rolle.Wie die Einrichtung mitteilt, spezialisieren sich nur wenige Saatgutbanken weltweit auf die Lagerung von Wildpflanzensaatgut. Für den Erhalt der biologischen Vielfalt und Sicherung genetischer Vielfalt sind Saatgutsammlungen von besonders gefährdeten Arten sowie wild vorkommender Nutzpflanzen allerdings bedeutend.

 

 

Pflanzensamen werden zu Samenpflanzen

In jedem Pflanzensamen lebt meist ein Embryo einer Samenpflanze. Unter günstigen Bedingungen keimt der Same und wächst zu einer Pflanze heran, die blüht und nach Bestäubung und Befruchtung wieder Samen bildet. Die Lebensdauer eines Samens hängt von den Umweltbedingungen ab und variiert von Pflanzenart zu Pflanzenart. (bgbmb/ts)