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Sachsen-Anhalt: Das Für und Wider von Ein-Euro-Jobs

Sachsen-Anhalt will im März mit „einigen hundert“ Langzeitarbeitslosen einen Modellversuch im Landschafts- und Gartenbau starten. So schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Januar 2005. Bisher war dieser Einsatz nur im kommunalen, sozialen oder kulturellen Trägerbereich möglich. Der GaLaBau-Betrieb kann den Modellversuch derart nutzen, dass er Leute aus einem Beschäftigungspool heraus für „einfache Arbeiten“ beim Sportplatzbau, in der Parkpflege oder für die Beseitigung von Wandschmierereien anfordert. Es gehe, betonte Staatssekretär Reiner Haseloff vom Magdeburger Wirtschaftsministerium, entsprechend des Sozialgesetzbuches II nur um „zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Arbeiten“.

Aufgeweicht wird diese Aussage allerdings durch den Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Sachsen-Anhalt der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände (LVSA), Klaus Liedke, der sich den Einsatz der Ein-Euro-Beschäftigten auch für die Erledigung von Privataufträgen („für Garten- oder kleinere Verputzarbeiten an Einfamilienhäusern“) vorstellen kann. Was die GaLaBau-Praxis in Sachsen-Anhalt zu dem Modell sagt und und wie der Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) reagiert, lesen Sie in der aktuellen TASPO.