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Feuerbrand: Projekt „Transgene Apfelunterlagen“

Eine der aktuellen Arbeiten der Forschungsgruppe Biotechnologie im Institut für Pflanzenzüchtung, Saatgutforschung und Populationsgenetik der Universität Hohenheim dient dazu, Apfelunterlagen resistenter gegen Feuerbrand zu machen. Mit konventionellen Züchtungsmethoden – so erläuterte der in Hohenheim für das Feuerbrand-Projekt zuständige Wissenschaftler Dr. Martin Höhnle – könne die Resistenz des Apfels gegen Feuerbrand wahrscheinlich nicht erhöht werden, da der Apfel eine sehr lange Generationsdauer hat. Biotechnologische Verfahren könnten in dieser Sache helfen. Deshalb wollen die Hohenheimer in ihrem Labor transgene Apfelunterlagen mit erhöhter Resistenz gegen Feuerbrand erzeugen. Ausgangspunkt ist die Gewebekultur von Triebspitzen, um Material für die Transformation entsprechender Genkonstrukte zu erhalten. Verwendet werden die drei jüngsten Blättchen der Sprossspitzen, da sie das höchste Regenerationspotential haben. Streifen davon werden in eine Suspension mit Agrobakterien, welche das Resistenzgen enthalten, getaucht. An der Schnittkante bilden sich dann Kallus-Wucherungen, einige Wochen später die ersten Austriebe.