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Saisonarbeit: Forderungskatalog vorgelegt

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Die Saison in der Obst- und Gemüsebranche steht bereits in den Startlöchern und damit auch die Notwendigkeit der Beschäftigung von Saisonarbeitskräften. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus einen Katalog an Forderungen aufgestellt.

Mecklenburg-Vorpommern stellt in elf Punkten Forderungen zur Saisonarbeit auf. Foto: Jai79/ Pixabay

Gemeinsame Forderungen mit Verbänden, Unternehmen und Gewerkschaft

Im vergangenen Jahr sorgten geschlossene Grenzen und Reiserestriktionen zunächst für viel Verwirrung, Unmut und Ärgernis bei vielen Obst- und Gemüseproduzenten, die auf die Arbeitskraft von Erntehelfern angewiesen sind. Es wurden daraufhin Sonderregelungen und verschärfte Vorschriften für die Einreise von Saisonarbeitskräften beschlossen. Auch in diesem Jahr steht die Obst- und Gemüsesaison schon in den Startlöchern, weshalb Mecklenburg-Vorpommerns Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus gemeinsam mit Unternehmen der Branche, Verbänden und der Gewerkschaft einen elf Punkte starken Forderungskatalog veröffentlicht hat, in dem bundeseinheitliche Regelungen gefordert werden. Der Gesundheitsschutz für Bevölkerung und Arbeitskräfte steht gleichermaßen aber im Vordergrund seiner Forderungen, ebenso wie Rechtssicherheit für die ausländischen Saisonarbeitskräfte.

„Erfahrungen aus erstem Lockdown nutzen“

„Wir stimmen darin überein, dass der Gesundheitsschutz sowohl für die heimische Bevölkerung als auch die ausländischen Saisonarbeitskräfte oberste Priorität hat,“ betont Backhaus. „Wir beschäftigen in M-V allein in der Land- und Ernährungswirtschaft jedes Jahr rund 8.000 ausländische Saison- und Dauerarbeitskräfte. […] Wir müssen jetzt die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr nutzen und ein geordnetes Einreiseverfahren sicherstellen. Wir begrüßen Saisonarbeitskräfte, die im Obst- und Gemüsebau des Landes gebraucht werden, und heißen sie willkommen. Aber wir brauchen klare Regeln, die für alle Bundesländer gleichermaßen gelten, unabhängig von länderspezifischen Quarantäne­regelungen“, so der Minister weiter.

Auf etablierte Hygienekonzepte der Betriebe aufbauen

In insgesamt elf Punkten macht das Land Mecklenburg-Vorpommern seinen Standpunkt deutlich und fordert neben dem allgemeinen Gesundheitsschutz, dass alle ausländischen Arbeitskräfte bei der Einreise in die Bundesrepublik einen höchstens 48 Stunden alten negativen PCR-Test vorzulegen haben. Unmittelbar nach der Ankunft am Einsatzort müsse ein weiterer Soforttest abgelegt werden. Zudem solle auf den von den Unternehmen der Obst- und Gemüsebranche erarbeiteten betriebseigenen Hygienekonzepten aufgebaut werden. Diese seien etabliert und haben sich als wirksam erwiesen. „Alle maßgeblichen Teilnehmer der Branche in Mecklenburg-Vorpommern haben sich an einen Tisch gesetzt und diese Punkte erarbeitet, die den Unternehmen Klarheit und uns allen ein Höchstmaß an Sicherheit bringen. Ich bin stolz auf dieses erzielte Ergebnis“, erklärt Backhaus abschließend. Diese erarbeiteten Positionen des Landes Mecklenburg-Vorpommern können im Wortlaut unter diesem Link heruntergeladen werden.

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