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Saisonarbeit: Grenzen müssen offen bleiben

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In der vergangenen Woche berieten sich die EU-Mitgliedsstaaten über eine gemeinsame Strategie. Dabei wurde klar, dass die Grenzen vorerst offen bleiben sollen. Beim ZVG begrüßte man die Entscheidung, besonders vor dem Hintergrund der so wichtigen Einreise von Saisonarbeitskräften.

Besonders für Saisonarbeitskräfte und die Betriebe, die sie beschäftigen, ist das Offenhalten der Grenzen enorm wichtig. Foto: GMH

Binnenmarkt und Warenaustausch am Laufen halten

Zuhause bleiben! Das gilt in der andauernden Corona-Pandemie europaweit. Stundenlang berieten sich die EU-Mitgliedsstaaten in der vergangenen Woche per Videokonferenz, um eine gemeinsame Strategie im Kampf gegen das Coronavirus zu fahren. Vor dem Hintergrund nachgewiesener Mutationen des Virus‘ solle auf Reisen verzichtet werden, dennoch wolle man die Grenzen offen halten. Grund für diese Entscheidung seien laut EU-Ratspräsident Charles Michel, dass man damit den Binnenmarkt und den Warenaustausch weiterhin am Laufen halten wolle. Zudem wolle man grenzüberschreitende Berufspendler nicht behindern, heißt es. Allerdings werde auf der EU-Corona-Karte eine neue Kategorie eingeführt, die Zonen kennzeichnen solle, in denen das Virus besonders aktiv ist, die dunkelrote Zone. Hier sollen zudem besondere Einschränkungen gelten.

„Einreise von Saisonarbeitskräften muss ermöglicht werden“

„Wir können dem nur zustimmen: Zu einem funktionierenden Binnenmarkt und Warenaustausch gehört aber auch die Arbeitsmöglichkeit für Saison-Arbeitskräfte. Das Frühjahr steht vor der Tür und die Betriebe bereiten sich auf die anstehenden Pflanz- und Pflegearbeiten vor. Die Einreise von Saison-Arbeitskräften muss unbedingt ermöglicht werden und darf keinesfalls als nicht notwendige Reise eingestuft werden“, erklären Christian Ufen, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) und Jens Stechmann, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Obstbau vor dem Hintergrund.

Hohe wirtschaftliche Bedeutung

Des Weiteren sehen Ufen und Stechmann auch das Jahr 2021 deutlich unter dem Einfluss von Corona und fordern daher, aus der Vergangenheit zu lernen und frühzeitig die Einreisemöglichkeit für Saisonarbeitskräfte sicherzustellen. „Allem Anschein nach wird die Corona-Pandemie auch dieses Jahr die Arbeits- und Lebensbedingungen aller beeinflussen. Umso dringender ist es, die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zu nutzen und darauf aufzubauen, um Planungssicherheit für die Betriebe und die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Herausforderungen im Jahr 2020 hat die Branche mit wenigen sehr bedauerlichen Ausnahmen gut gelöst. Daneben hat die Saisontätigkeit auch eine sehr hohe wirtschaftliche Bedeutung für die Arbeitskräfte selbst“, so Ufen und Stechmann.

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