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Saisonarbeitskräfte: Zweite Umfrage bestätigt Schwierigkeiten

In einer zweiten, wesentlich umfassenderen Fragebogenaktion haben der Deutsche Bauernverband (DBV), der Gesamtverband der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände, der Zentralverband Gartenbau und der Bundesausschuss Obst und Gemüse die Entwicklung der Beschäftigung inländischer Arbeitsloser als Saisonarbeitskräfte erfasst. Die Erkenntnisse aus der ersten Fragebogen-Aktion von Mai und Juni 2006 wurden voll bestätigt.

Die Umfrage erfolgte im September und Oktober 2006. Es wurden 1054 Fragebögen ausgewertet.

Die Verbände haben das Ergebnis am vergangenen Montag der eingerichteten Arbeitsgruppe des Bundesarbeitsministeriums im Beisein von Vertretern der Bundesagentur für Arbeit mitgeteilt.

Für die insgesamt 7823 von den Betrieben für Erntearbeiten beantragten Saisonkräfte sagte die Bundesagentur Arbeit für 7839 Arbeitslose zu. Zum Vorstellungsgespräch auf den Betrieben erschienen laut Umfrage aber nur 5233. Davon haben 2859 die Erntearbeiten angetreten. Doch nur 1264 Arbeitslose erfüllten ihren Arbeitsvertrag bis zum Ende der Arbeiten.

Das heißt, einheimische Arbeitskräfte konnten den Bedarf der Betriebe nicht ausgleichen. Die Betriebe werden reagieren müssen. Dies könne durch Kürzungen der Anbauflächen, durch technische Rationalisierungsmaßnahmen und einen Arbeitsplatzabbau von Dauerarbeitsplätzen in den Bereichen Direktvermarktung, Logistik, Produktaufbereitung oder Gaststätten erfolgen, befürchtet der DBV.