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Saisonkräfte:Eckpunkteregelung entschärft

Die Bundesregierung hat sich auf eine flexiblere Handhabung der Eckpunkteregelung zur Zulassung von mittel- und osteuropäischen Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft verständigt. Ensprechende Klarstellungen, die die bestehende Eckpunkteregelung ergänzen, hat das Bundeskabinett in der Woche 6 beschlossen. Die Klarstellungen beziehen sich zum einen auf expandierende Betriebe, zum anderen auf solche Fälle, in denen trotz intensiver Bemühungen die zehnprozentige Inländerquote nicht erreicht wird. Im Einzelnen können wachsende Betriebe, die Flächen anderer Betriebe übernehmen, bis zu 90 Prozent der dort vom Voreigentümer eingesetzten Saisonarbeitskräfte weiterbeschäftigen. Soweit einzelne Betriebe plausibel begründen, dass sich insbesondere aufgrund sonstiger Erweiterungen der Anbauflächen oder des Anbaus personalintensiver Sonderkulturen ein Mehrbedarf an Arbeitskräften gegenüber 2005 ergibt, sind die Arbeitsagenturen angehalten, den Betrieben entgegenzukommen und zusätzliche Kräfte zu vermitteln. Für diesen Mehrbedarf gilt wiederum das Verhältnis von 80 Prozent ausländischen Saisonbeschäftigten ohne und zehn Prozent mit Vorrangprüfung sowie zehn Prozent inländischen Arbeitskräften.