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Schädlingsbefall durch Mathematik kontrollieren?

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Kontrollprogramme, die auf mathematischen Gleichungen beruhen, sind mit den aktuell verfügbaren Berechnungsmethoden noch zu ungenau, da sie keine hohe Toleranz für unbekannte Variablen einräumen. Sie können den Befallsdruck durch neu auftretende Schädlinge nicht von vorneherein minimieren, so die Meinung einer Forschergruppe.

Die Kontrolle des Befallsdrucks von Schädlingen anhand mathematischer Modelle ist laut Expertenmeinung deutlich ausbaufähig. Foto: Fotolia

Schädlingspopulationen unterliegen schwer bestimmbaren Faktoren

Stuart Townley, der gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern im SIAM Journal on Applied Mathematics einen Artikel zu diesem Thema veröffentlichte, ist ebenfalls noch nicht von der Genauigkeit dieser Programme überzeugt. „Lebenszyklen, Wachstumsraten und Fruchtbarkeit von Schädlingen unterliegen schwer bestimmbarer Umwelteinflüsse, die Datenlage ist hier oft ungenügend“, ist sich Townley sicher.

Brigitte Thehumberg spannt den Bogen weiter. Kontrollmethoden, die auf bereits bestehenden Schädlingsbefall reagieren, hält sie für geeigneter, da diese keine spezifischen umfassenden vorausgehenden Informationen benötigen.

Bestehende Methoden adaptiven Pflanzenschutzes optimieren

„Unser Ansatz lautet daher, bestehende Methoden adaptiven Pflanzenschutzes zu optimieren oder Modelle zu etablieren, die ein gewisses Maß an unsicheren Faktoren zulassen“, sagt sie. So könnte auch ohne große Vorkenntnisse des Schädlingsbefalls oder der Umwelt der Befallsdruck kontrolliert werden.
Den gesamten Artikel im englischen Original können Sie hier herunterladen.