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Schleswig-Holstein ist Baumschulland

Traditionsreiche Baumschulwirtschaft im Norden
Rund 400 Baumschulen sind im nördlichsten Bundesland Deutschlands angesiedelt. Drei Viertel der Betriebe haben ihren Sitz in Pinneberg. Zur Fachmesse Baumschultechnik 2012 im August laden viele von ihnen in ihren Betrieb ein.

Jungpflanzen in rund 1000 Sorten - in Bilsen hat Kordes, einer der größten Jungpflanzenbetriebe, seinen Sitz.

Wer an Schleswig-Holstein denkt, hat die Küsten von Nord- und Ostsee vor dem inneren Auge, die weiten Marschenlandschaften, vielleicht auch das Holsteiner Hügelland. Dem gartenbaulich geschulten Betrachter fallen aber auch Landschaften ein, die deutlich von gärtnerischen Kulturen geprägt sind: Die weiten Kopfkohl-Felder in Dithmarschen, auf denen 40 % des deutschen Weißkohls wachsen und natürlich das Pinneberger Baumschulland im gleichnamigen Landkreis Pinneberg, im Übergang der Marsch zur Geest gelegen.

Die Wurzeln
...des Pinneberger Baumschullandes reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Aus dieser Zeit datieren erste Dokumentationen von methodischen Kultivierungen von Fichte und Kiefer. In den folgenden Jahrhunderten entstand sukzessive die heute anzutreffende Kulturlandschaft. Ein wichtiges Datum stellt dabei das Jahr 1795 dar, als der Hamburger Kaufmann Baron Caspar von Voght eine Baumschule in Klein-Flottbek einrichtete.

Wirtschaftskraft
Auch heute noch stellt die Baumschulwirtschaft Schleswig-Holsteins einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Laut Agrarbericht Schleswig-Holstein wachsen fast 50 % des Produktionswertes des Schleswig-Holsteiner Gartenbaus in den Baumschulen: Zwischen 150 und 200 Millionen Euro jährlich wurden in den Baumschulen in den letzten Jahren erwirtschaftet. Zum Vergleich: Auf Bundesebene macht der Baumschulsektor nur gut 20 % des Produktionswertes des gesamten Gartenbaus aus. Aus gartenbaulicher Sicht ist Schleswig-Holstein daher tatsächlich ein „Baumschulland“.

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 07/ 2012 Deutsche Baumschule.