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Schleswig-Holstein: Spargelsaison so spät wie nie eröffnet

In Schleswig-Holstein ist die Spargelsaison in diesem Jahr so spät wie noch nie gestartet. Grund dafür sei der lange Winter, wie der Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Claus Heller, beim offiziellen Spargelanstich am 7. Mai beim nördlichsten Spargelbauer Deutschlands – dem Betrieb von Uwe Hardt im Kreis Schleswig-Flensburg in Freienwill – betonte. 

Die ersten nennenswerten Spargelmengen gab es laut Information erst Ende April, und nur in den südlicheren Landesteilen. Dies sei keine einfache Situation für die Spargelanbauer, die mit einer verkürzten Saison zurechtkommen müssen, sagte Claus Heller, denn wie gewohnt endet die Saison an Johanni (24. Juni).

In dieser Saison seien laut Landwirtschaftskammer von rund 70 Spargelbauern mit rund 400 Hektar Anbaufläche im Land rund 1.600 Tonnen Spargel zu erwarten und somit eine ähnliche große Menge wie im Vorjahr. Über 90 Prozent des schleswig-holsteinischen Spargels werde direkt vermarktet, so Claus Heller.

In Deutschland werden zirka 102.000 Tonnen Spargel auf fast 20.000 Hektar produziert. Während hierzulande weißer Spargel bevorzugt wird, dominiere schon ein paar Kilometer weiter über die Grenze nach Dänemark der Grünspargelanbau und -konsum. Man könne also vom „Weißspargeläquator“ auf dem Betrieb Hardt im Kreis-Schleswig-Flensburg sprechen. Der Grünspargelanteil liegt in Deutschland und Schleswig-Holstein bei nur 5 Prozent.

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Spargel liegt in Deutschland den Angaben zufolge bei 1,6 Kilogramm pro Jahr. Schleswig-Holsteiner würden vor allem heimische Ware bevorzugen. Wo frischer Spargel in Schleswig-Holstein zu beziehen ist, findet sich im Faltblatt Spargelstraße Schleswig-Holstein oder im Internet unter www.lksh.de unter dem Stichwort: Verbraucher/Einkaufen auf dem Bauernhof. (ts/lksh)