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Schneedruckschäden vorbeugen: „Oft reichen einfache Maßnahmen“

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Der Winter hat weite Teile Deutschlands fest im Griff. Nachdem am Wochenende bereits über der Nordhälfte große Schneemengen niedergegangen sind, gehen Wetterprognosen zu Wochenbeginn erneut von bis zu 40 Zentimeter Neuschnee aus – was auch an Gewächshäusern massive Schneedruckschäden verursachen kann. Die Gartenbau-Versicherung gibt Tipps zur Prävention.

Um Schneedruckschäden vorzubeugen, verbaute der Staudenbetrieb Schachtschneider vor dem Schneesturm am ersten Februar-Wochenende 250 Metallstützen im Gewächshaus. Foto: Gartenbau-Versicherung

Weitere Schneefälle bis Donnerstag gemeldet

Die Gartenbau-Versicherung hat deshalb bereits Ende vergangener Woche ihre Mitglieder vor der aktuellen Extremwetterlage gewarnt, von der ab dem Wochenende insbesondere ein breiter Streifen von Niedersachsen und dem Münsterland bis hin nach Brandenburg und Sachsen betroffen war. Wettermeldungen zufolge schneit es zu Wochenbeginn vom nördlichen Niederrhein und dem Münster- und Emsland über die Lüneburger Heide und bis nach Sachsen-Anhalt weiter, selbst für die Niederlande wird Schnee vorhergesagt. Bis Montagabend sollen in diesem Bereich zwischen 15 und 30 Zentimeter, vereinzelt sogar bis zu 50 Zentimeter Neuschnee fallen. Bis Donnerstag soll es demnach – wenn auch langsam nachlassend – von der Ostsee über Sachsen bis nach Bayern weitere Schneefälle geben.

Bei beginnendem Schneefall wärmedämmende Maßnahmen aussetzen

Gleichzeitig wird strenger Frost von bis zu minus 15 Grad Celsius für die kommenden Tage vorhergesagt, was bedeutet, dass der Schnee erst einmal liegen bleiben wird. Dadurch können leicht massive Schneedruckschäden an Gewächshäusern entstehen, wie die Gartenbau-Versicherung erklärt und deshalb ihren Mitgliedern – auch mit Blick auf die winterliche Wetterlage in den nächsten Wochen – rät, die Wetterlage vor Ort wachsam zu beobachten und rechtzeitig entsprechende Vorkehrungen zu treffen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass oft einfache Maßnahmen reichen, um große Schäden zu vermeiden“, sagt Alexander von Kürten, Prokurist der Gartenbau-Versicherung. Dazu zählt etwa, bei beginnendem Schneefall alle wärmedämmenden Maßnahmen auszusetzen und die Temperatur – falls kulturtechnisch vertretbar – so hochzufahren, dass der Schnee abtauen könne. Bleibe der Schnee auf den Gewächshaus-Flächen erst einmal liegen, könne er durch verspätetes Hochfahren der Temperatur praktisch nicht mehr abgetaut werden. „Schneedruckschäden sind dann vorprogrammiert“, so von Kürten. Auch Schäden durch eingefrorene Rohrheizungen könne man auf diesem Weg vermeiden. Denn der Schutz der Heizungsanlagen vor extremer Kälte sei unabhängig vom Schneefall derzeit eine dringende Aufgabe für Betriebe in ganz Deutschland.

Gartenbau-Versicherung: Schneeverwehungen vom Gewächshaus entfernen

Eine andere Möglichkeit, Schäden vorzubeugen, bestehe darin, gefährdete Stellen im Gewächshaus vorab gezielt abzustützen. In der Staudengärtnerei Schachtschneider in Neerstedt/Oldenburg, einem Mitgliedsbetrieb der Gartenbau-Versicherung, wurden beispielsweise nach den ersten Unwetterwarnungen am Freitag auf die Schnelle 250 Metallstützen verbaut, um die Dachflächen vorsorglich zu stützen. Solche Stützen könnten gegebenenfalls auch ausgeliehen werden. Wenn zu dem Schneefall so wie derzeit in vielen Regionen auch noch Wind hinzukomme, können darüber hinaus Schneeverwehungen entstehen. Diese sollten nach Möglichkeit von Dachflächen oder der Stehwand entfernt werden, rät die Gartenbau-Versicherung.

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