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Schnellwarnsystem: Pestizidbelastungen unter ferner liefen

Pflanzenschutzmittel-Rückstände spielen bei den Meldungen ans „EU-Schnellwarnsystem zu Lebens- und Futtermitteln“ nur eine geringe Rolle. Lediglich etwas mehr als zwei Prozent der Schnellwarnmeldungen hätten sich auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln bezogen, teilte der Industrieverband Agrar (IVA) anlässlich des Frankfurter Pressegesprächs am 22. August mit. Der jetzt vorliegende Jahresbericht 2005 von RASFF – das Kürzel steht für „Rapid Alert System for Food and Feed“ – führt 3228 Gefahrenmeldungen in den Ländern der Europäischen Union an. 72 davon – also 2,23 Prozent – betrafen Pestizid-Rückstände. Den größten Posten bildeten dagegen die natürlichen Pilzgifte mit 993 Meldungen. Über zwei Drittel der RASFF-Meldungen betrafen die Stufe „Information“. In die höhere Stufe „Alert“ (Alarm) kamen 974 Meldungen, doch nur neun davon – sprich: 0,92 Prozent – gingen aufs Konto der Pflanzenschutzmittel-Rückstände. Speziell in Deutschland gab es insgesamt 534 Notifizierungen, darunter 13 Meldungen zu Pestizid-Rückständen.