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Schnittblumen: Heißer Sommer verbrennt Exporte

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Die Hitze und Trockenheit des Sommers 2018 haben die niederländischen Exporte von Schnittblumen schrumpfen lassen. Topfpflanzen dagegen waren wie schon das ganze Jahr über besser dran. Das meldet aktuell die niederländische Vereinigung der Großhändler von Zierpflanzenprodukten (VGB) basierend auf der Exportstatistik von Floridata.

Während der heiße Sommer den Exportwert von niederländischen Schnittblumen um sechs Prozent schmelzen ließ, konnten Topfpflanzen sogar ein Plus erzielen. Foto: Pixabay

Exportwert bei Schnittblumen um sechs Prozent gesunken

Der heiße Sommer ließ den Exportwert von niederländischen Schnittblumen im Juli um sechs Prozent schmelzen. Topfpflanzen litten weniger und die niederländischen Exporteure erzielten mit ihnen im Juli sogar ein Plus von vier Prozent.

Nach einem schwierigen Frühjahr mit einem Kaltstart, hat der Markt für Zimmer- und Gartenpflanzen sich über die Erwartungen hinaus gut erholt. Daher schneiden die Topfpflanzen in diesem Jahr mit einem fast drei Prozent höheren Verkaufswert besser ab. Die Schnittblumen liegen zurück mit einem Minus von fast zwei Prozent.

Kein Top-10-Absatzland bei Schnittblumen im Plus

In keinem der Top-10-Absatzländer konnten Schnittblumen im Juli ein Plus im Exportwert realisieren. Bei fast den gleichen Mengen ging der Verkaufswert aufgrund der niedrigeren Preise pro Stiel zurück. Bis Ende Juli war nur in den Marktsegmenten Polen und Russland ein Plus zu erzielen.

Gerade in den riskanten Sommermonaten bestellen die Einzelhändler zurückhaltender. Die normalen Kauf- und Verkaufsroutinen geraten durcheinander. Das setzt sich in den Handelsstufen fort und bereitet Probleme im Absatz, erklärt die VGB. Die niederländischen Großhändler stellen sich mit neuen Kommunikationstechnologien auf diese Marktentwicklung ein.

Im Einzelhandel waren im Sommer die Prognosen enttäuschend, Produzenten waren gezwungen, mehr über die Versteigerungsuhren abzusetzen anstelle des Direktabsatzes. Das führte zu einer nervösen Preisbildung.

Gesamter Exportwert bis Ende Juli bei 3,8 Milliarden Euro

In diesem Jahr standen bis Ende Juli bei den Top-10-Absatzländern für Schnittblumen nur zwei Länder im Plus, acht im Minus. Bei Topfpflanzen war es umgekehrt: Nur Großbritannien und Schweden sind im Rückstand.

In den ersten sieben Monaten in diesem Jahr liegt der gesamte Exportwert fast auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, bei 3,8 Milliarden Euro. Denn das Minus bei Schnittblumen ist geringer als das Wachstum bei den Zimmer- und Gartenpflanzen. Angesichts der Umstände ist die stabile Bilanz laut VGB auf den erhöhten Aufwand der Großhändler und Exporteure zurückzuführen.

Die Top-10-Absatzmärkte machen 80 Prozent des Exportwerts aus. Sie gingen bis Ende Juli um ein Prozent zurück. In den anderen Ländern verzeichnen die Exporteure einen Zuwachs von vier Prozent, was den Verlust ausglich.