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Schnittrosen: Große Blüten bleiben bei Rosen die Renner

Rosen standen im Mittelpunkt des Straelener Schnittblumentages im dortigen Gartenbauzentrum. Fast 90 Teilnehmer konnten sich über Fachreferate und Sortenpräsentationen informieren. Allein am Niederrhein werden in über 60 Gärtnereien auf rund 500.000 Quadratmeter bis zu 160 Millionen Schnittrosen jährlich produziert. Wer Schnittrosen produziert und vermarktet, weiß, dass er sich hier in einem Weltmarkt bewegt. Nach Deutschland wurden im vergangenen Jahr mehr Rosen importiert als produziert und in den Niederlanden ebenfalls mehr eingeführt als angebaut. Der Anbau von Schnittrosen habe sich stark verändert, ebenso wie die Warenströme, berichtete Gerd Gerritzen (Landgard Blumen und Pflanzen) in Straelen. Heute liegt die eigene Produktion in den Niederlanden noch bei 45,7 Prozent gegenüber der Mehrheit der Importware. In Deutschland beträgt diese Rate 43,5 Prozent. Für die Niederlande bedeutet das einen Rückgang von 250 Millionen Stielen in einem Zeitraum von drei Jahren. Gerritzen leitete daraus drei Punkte ab:

- niederländische Rosenbetriebe sind ebenfalls stärker von Energie- und Kostenproblemen betroffen. Produktionsflächen wurden aufgegeben und sind verloren gegangen.

- Die Importe sind nicht mehr Ergänzung, sondern Bestandteil für den Handel geworden.

- Wer weiter am Markt teilnehmen will, muss sich neuen Herausforderungen stellen, die international bestimmt werden.

Durch den Weltmarkt steht eine riesige Palette an Sorten zur Verfügung. Doch insgesamt geht der Trend weiterhin zur großblumigen Rose mit einer überdurchschnittlichen großen Blüte. Aus dem Freiland wird besonderer Wert auf eine kugelförmige Blüte gelegt, aus dem Unterglasanbau wird eher der herkömmliche Rosentyp mit extrem vielen Blütenblättern erwartet. Sprayrosen sind zum Zeitpunkt der Freilandproduktion speziell in Deutschland begehrt. Ansonsten ist der Markt für Sprayrosen jedoch begrenzt und erfährt auch keine neuen Impulse, so Gerritzen. Weitere Informationen lesen Sie in der aktuellen TASPO-Ausgabe Nr. 7