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Schutz vor Reblaus: Nur veredelte Weinstöcke pflanzen

In einer bayerischen Supermarktkette sind unveredelte Hausweinstöcke im Verkauf aufgetaucht. Das Pflanzen von nichtveredelten Reben ist in Bayern und Hessen verboten, um den Profi-Weinanbau vor der nicht bekämpfbaren Wurzelreblaus zu schützen. Der Verkauf ist allerdings nicht unbedingt untersagt. Hintergrund ist die Reblausverordnung von 1989, die in den Bundesländern unterschiedlich umgesetzt wird. Vor gut 100 Jahren habe die Wurzelreblaus den bayerischen Weinanbau fast zum Erliegen gebracht. Seitdem setzen die Winzer auf veredelte Sorten, die gegen die Wurzelreblaus weitgehend resistent sind. Mit dem Auftreten der wurzelechten Hausweinstöcke befürchtet die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, dass sich die nicht bekämpfbare Wurzelreblaus wieder vermehren kann und den Profi-Weinanbau gefährdet. Sie appelliert daher an den Handel und die Verbraucher, keine wurzelechten Weinstöcke zu kaufen und beim Kauf auf die Veredelungsstelle zu achten. Unveredelte Pflanzen sollten dem Händler zurückgebracht werden. Nach der Bundes-Reblausverordnung besteht eine Anzeigepflicht für das Auftreten der Reblaus. Befallenes oder befallsverdächtiges Anbaumaterial von Reben darf nach § 2 der Reblausverordnung nicht in den Verkehr gebracht werden, soweit es die zuständige Behörde zur Bekämpfung der Reblaus anordnet. Weiteres zum Thema lesen Sie in der aktuellen TASPO.