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Schwarz-Pappel ist der Baum des Jahres 2006

Großes Medieninteresse begleitete in diesem Jahr die Ausrufung zum Baum des Jahres 2006. Regionale und überregionale Medienvertreter waren gekommen, als der Vorsitzende des Kuratoriums Baum des Jahres (KBJ), Dr. Silvius Wodarz, am 20. Oktober 2005 in Berlin die Schwarz-Pappel zum Baum des Jahres 2006 kürte. Die Europäische Schwarz-Pappel (Populus nigra L.) gehört zu den Baumarten, die inzwischen so selten geworden sind, dass sie in den Roten Listen bedrohter Pflanzenarten stehen. Die Gründe dafür sind vielfältig: vor allem Veränderung (Grundwasserabsenkungen) und Verluste (Rodung) natürlicher Flussauen durch Menschen sowie vermehrte Verwendung von anderen, noch rascher wachsenden, nicht heimischen Pappelarten oder Kreuzungen mit ihnen. Der Name Schwarz-Pappel geht auf die im Vergleich zu anderen Pappeln dunkle Rinde zurück. Schwarz-Pappeln können 35 Meter hoch und zwei Meter dick werden. Ihr Höchstalter sind beachtliche etwa 200 Jahre. Weltweit gibt es etwa 60 Pappelarten. In Deutschland sind bisher nicht mehr als 3000 Altbäume der Schwarz-Pappel sicher identifiziert.