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Schweiz: Lohnerhöhung für GaLaBau-Fachkräfte

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In der Schweiz wurde ein neuer Gesamtarbeitsvertrag für Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus, Baumschulen, Zierpflanzenproduzenten und Verkaufsgärtnereien vorgelegt. Darin vorgesehen sei eine Erhöhung der Mindestlohnsätze für Fachkräfte des GaLaBaus, sowie eine Anhebung der Urlaubstage für alle Bereiche.

In der Schweiz dürfen sich Fachkräfte des GaLaBaus über mehr Lohn freuen. Foto: F. Muhammad/ Pixabay

Erhöhung der Urlaubstage in der Schweiz

Die Schweizer Branchenverbände JardinSuisse und Grüne Berufe Schweiz (GBS) haben gemeinsam den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Grüne Branche der Alpenrepublik überarbeitet. Die Inhalte des Vertrages betreffen dabei Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus, Baumschulen, Zierpflanzenproduzenten, sowie die Verkaufsgärtnereien. Die gravierendste Veränderung bei dieser Novelle sei der Urlaubsanspruch. Insgesamt 25 Tage Anspruch auf Urlaub habe man, ab einem Alter von fünfzig Jahren steigt der Urlaubsanspruch sogar auf 30 Tage.

Erhöhung des Mindestlohns im GaLaBau

Obwohl man sich aufgrund der Corona-Pandemie in wirtschaftlich unsicheren Zeiten befinde, konnte man sich dennoch auf eine Erhöhung des Mindestlohns für Fachkräfte des GaLaBaus einigen. Voraussetzung dafür sei aber ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, sowie drei Jahren Berufserfahrung. Im Bereich Garten- und Landschaftsbau steige der Mindestlohnsatz somit auf 4.750 Schweizer Franken pro Monat, was umgerechnet 4394,28 Euro entspricht (Wechselkurs vom 17. November 2020). In den ersten drei Jahren dürfe dieser Lohn um maximal 250 Schweizer Franken (231,28 Euro) unterschritten werden. Die Mindestlöhne der übrigen Kategorien und Bereiche seien von der neuen Regelung ausgenommen, hier bleiben die Mindestlohnsätze unverändert. Dennoch müssen Löhne, welche unter der Grenze von 4.000 Schweizer Franken (3700,45 Euro) liegen um 0,5 Prozent angehoben werden. Diese Regelung betreffe alle Bereiche.

Geltungsbereich des neuen Gesamtarbeitsvertrages

Der neu erarbeitete Gesamtarbeitsvertrag für die Grüne Branche hat eine Gültigkeit von insgesamt vier Jahren, ehe sich die Parteien erneut zu Verhandlungen beraten. Ihm seien alle Mitgliedsbetriebe von JardinSuisse unterstellt, die ihren Sitz in der deutschen Schweiz (ausgenommen sind die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Schaffhausen) haben. Darin geregelt werden die Arbeitsbedingungen in mehr als 1.300 Betrieben, in denen rund 12.000 Arbeitnehmer angestellt sind. In Deutschland handelten IG BAU und der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) im Juli 2019 einen für zwei Jahre gültigen Tarifvertrag aus (TASPO Online berichtete). Die Beschäftigten hierzulande durften sich ebenfalls über eine Lohnerhöhung von insgesamt 5,75 Prozent freuen.  

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