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Schweiz weigert sich, Glyphosat zu verbieten

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Das Schweizer Parlament hat sich gegen ein Verbot von Glyphosat in der Landwirtschaft ausgesprochen. Die Ablehnung kam nur durch die Präsidentenstimme zustande, da sich elf Mitglieder für und elf gegen das Verbot ausgesprochen hatten.

Landwirtschaftliche Kulturen dürfen in der Schweiz auch weiterhin mit Glyphosat behandelt werden. Foto: Dusan Kostic Fotolia

Schweiz: Keine wissenschaftliche Grundlage für Verbot von Glyphosat

Zudem hatte die betreffende Petition noch einen Plan gefordert, wie die Landwirtschaft völlig aus dem chemisch-synthetischen Pflanzenschutz aussteigen könne. Auch einen Aufschub der Entscheidung bis die Ergebnisse der „Studie über die Auswirkungen von Glyphosat in der Schweiz“ vorliegen, lehnte das Parlament ab. Aus wissenschaftlicher Sicht sei keine Grundlage für ein Verbot des Herbizids vorhanden.

Auf EU-Ebene wurde der Einsatz des Wirkstoffs im Juni, knapp vor Auslaufen der Genehmigung, noch für weitere 18 Monate von der zuständigen Kommission bewilligt. Allerdings können sich die Mitgliedsstaaten nach wie vor nicht auf ein endgültiges „Ja“ oder „Nein“ im Hinblick auf Glyphosat einigen.