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Schweizer Gärtner gewinnen Europäischen Berufswettbewerb

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Fast 100 Teilnehmer aus 13 Nationen traten vom 20. bis 26. August beim Europäischen Berufswettbewerb für junge Gärtnerinnen und Gärtner im tschechischen Rajhrad an. Die vorderen Ränge belegten am Ende Teams aus der Schweiz und Italien. Weit entfernt vom Siegertreppchen schnitten dagegen die beiden deutschen Teams ab.

14 Aufgaben aus Gartenbau und Floristik

Insgesamt 14 Aufgaben aus Gartenbau und Floristik mussten die 19 (nationalen und zum Teil auch internationalen) Teams beim Europäischen Berufswettbewerb lösen. Schauplatz des in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattfindenden Leistungsvergleichs des gärtnerischen Nachwuchses war die vor 117 Jahren gegründete Fachschule für Gartenbau Rajhrad – eine der bedeutendsten Fachschulen für Gartenbau in der Tschechischen Republik.

In deutscher und englischer Sprache erarbeiteten die aus jeweils drei Mitgliedern bestehenden Teams ihre verschiedenen Aufgaben. Unter anderem galt es, ein floristisches Werkstück zu gestalten und eine Motorsäge zu reparieren sowie ein Beet mit „Gardengirls“ zu bepflanzen. Ebenso standen Pflanzenveredelung und Stecklingsarbeiten auf dem Wettkampfprogramm.

Blick über den Tellerrand der eigenen Fachrichtung

In lockerer Atmosphäre, fern von Prüfungsdruck und Konkurrenzdenken, sollten die jungen Gärtnerinnen und Gärtner dabei neues berufliches Wissen erlangen und bereits bestehende Kenntnisse vertiefen. Auch der sprichwörtliche „Blick über den Tellerrand“ der eigenen Fachrichtung konnte beim Berufswettbewerb geübt und Einblicke in die anderen gärtnerischen Fachrichtungen gewonnen werden.

Am Ende stand die Beurteilung der Aufgaben durch eine internationale Jury. Dabei nahmen alle Teilnehmer die Bewertung aus den internationalen Aufgaben mit in die nationale Wertung. Die Endbewertung der Teams setzte sich aus der Gesamtsumme aller drei Team-Mitglieder aus den nationalen und internationalen Aufgaben zusammen.

Plätze 9 und 15 für Deutschland

Am besten schnitt letztlich das Team Schweiz II mit Irina Burkhalter, Céline Heller und Ramon Keller ab. Auf dem zweiten Platz folgt das Team Italien I mit Maximilian Feichter, Lea Zelger und Karin Gruber. Rang drei beim diesjährigen Europäischen Berufswettbewerb belegt das Team Schweiz I mit Lina Bonafiglia, Mirjam Holenstein und Salome Bättig.

Mit den Plätzen neun und 15 holten die beiden deutschen Mannschaften – Team Deutschland I mit Josef Aicher, Moritz Ruppe und Georg Ell (9. Platz) und Team Deutschland II mit Maria Kehrer, Idgie Fisher und Paul Wingerter (15. Platz) – die schlechtesten Ergebnisse in der bisherigen Geschichte des Europäischen Berufswettbewerbs.

Über den Europäischen Berufswettbewerb

Zum ersten Mal ausgetragen wurde der alle zwei Jahre stattfindende Wettkampf für junge Gärtnerinnen und Gärtner 2002 in der Gartenbauschule Münster-Wolbeck. Initiator und Organisator des Europäischen Berufswettbewerbs ist Johannes Peperhove (Telgte), Präsident der AG Deutsch-Französischer Gartenbaulehrer und späterer Gründer der AG Europäischer Gartenbaulehrer.