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Sebastian-Englerth-Preis 2014 für Roland Albert

Roland Albert, Präsident des Bayerischen Gärtnereiverbandes, ist Träger des Sebastian-Englerth-Preises 2014. Damit verlieh der Verband Ehemaliger Veitshöchheimer (VEV) diese Auszeichnung zum zweiten Mal in seiner Geschichte an eine außergewöhnliche Persönlichkeit des Berufsstandes. Anlass war die VEV-Hauptversammlung in der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. 

Bei der Verleihung des Sebastian-Englerth-Preises an Roland Albert (2. v. r.) gratulierten (v. l.) VEV-Geschäftsführer Peter Schwappach, der stellvertretende VEV-Vorsitzende Wolfgang Graf und Vorsitzender Raimund Stumpf. Foto: Mayerl/LWG

Roland Albert sei ein unermüdlicher Streiter für den bayerischen Gartenbau und seinen Nachwuchs, begründete VEV-Geschäftsführer Peter Schwappach in seiner Laudatio die einstimmige Entscheidung des Vorstands. Im gärtnerischen Berufsstand ist Albert seit 1997 aktiv. Seitdem hat er im Bayerischen Gärtnerei-Verband engagiert gegen die Wettbewerbsverzerrung in der EU, für die Durchsetzung der Mineralölsteuer-Rückerstattung und für die Beibehaltung der reduzierten Mehrwertsteuer auf Blumen und Pflanzen gekämpft.

Seit 2000 ist er Bezirksobermeister des Gartenbaubezirkes Unterfranken, 2003 wurde er zum Vizepräsident und schließlich 2006 zum Präsidenten des BGV gewählt. Albert wurde in dieser Funktion schon zweimal bestätigt: 2009 und zuletzt 2012.

Seitdem kümmert sich Albert besonders um die Fachbereiche Zierpflanzen und Gemüsebau sowie die Kontakte zum Fachverband der Floristen (FDF). Ein großes Anliegen sei ihm außerdem die Verbesserung der Mitgliederwerbung und -betreuung, sagte Schwappach. Außerdem habe Albert sich sehr für den Zusammenschluss der Berufs- und Freizeitgärtner eingesetzt, was in die Gründung der Landesvereinigung Gartenbau mündete, deren Vizepräsident er inzwischen auch ist. Darüber hinaus ist Albert Mitglied der Tarifkommission im Gartenbau.

Auch die gärtnerische Ausbildung liegt ihm am Herzen. So ist er seit 2008 zweiter Vorsitzender der Max-Schönleutner-Gesellschaft, die das Grüne Zentrum Weihenstephan betreibt und sich dort um die akademische Ausbildung von Gartenbau- und Agraringenieuren kümmert.

Albert, Jahrgang 1951, ist Quereinsteiger in den Gärtnerberuf. Nach einer Tätigkeit als Assistent der Geschäftsleitung eines großen deutschen Unternehmens entschied er sich gemeinsam mit seiner Frau dazu, den Betrieb der Schwiegereltern weiterzuführen. Seine Ausbildung zum Gärtner absolvierte er an der LWG Veitshöchheim. Die Meisterprüfung legte er 1999 ab.

Seit 1984 führt Albert zusammen mit seiner Frau Carmen einen Endverkaufsbetrieb in Mömbris (Kreis Aschaffenburg). Diesen hat er von einer anfänglichen Verkaufsfläche mit 60 Quadratmetern in den 70er Jahren auf heute über 5.000 Quadratmeter Produktions- und Verkaufsfläche mit drei Gewächshäusern kontinuierlich ausgebaut und erweitert. Inzwischen beschäftigt die Blumengalerie Albert 14 Mitarbeiter und hat 2008 eine Filiale in Schöllkrippen eröffnet. (lwg)