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Sievert expandiert in Polen

Die Sievert Baustoffgruppe ist in Polen weiterhin auf Expansionskurs: Direkt vor den Toren Warschaus weihte das Osnabrücker Unternehmen ein weiteres Trockenmörtelwerk ein. Auf einer Fläche von rund drei Hektar wird dort nun die gesamte Produktpalette der quick-mix für den Markt im nördlichen Polen produziert, erklärte das Unternehmen in einer Pressemeldung.

Im März dieses Jahres mit 15 Mitarbeitern in Betrieb genommen, soll das Werk bis Ende 2008 etwa 25 Beschäftigten einen Arbeitsplatz bieten. Pro Jahr können hier rund 120 000 Tonnen Putze, Mörtel, Wärmedämmverbundsystem-Produkte und Fliesenkleber im Dreischichtbetrieb hergestellt werden. Die Gesamtinvestition liege im "oberen einstelligen Millionen-Euro-Bereich". Die Aussichten für die Bauwirtschaft und quick-mix sind nach Unternehmenseinschätzung in Polen günstig. "Polens Bauwirtschaft wächst enorm", berichtet Dr. Ulrich Dahlhoff, im Vorstand der Sievert Baustoffgruppe verantwortlich für den Bereich Trockenmörtel. So fördere die polnische Regierung derzeit Wohneigentum speziell für Bauherren, die zum ersten Mal ein Haus bauen. Parallel belebten umfangreiche Investitionen aus dem Ausland den Bau von Industrie- und Gewerbeanlagen, denn seit dem Beitritt zur EU sei Polen als Standort gerade für Mittelständler noch attraktiver geworden. Zusätzlich werde durch die Vergabe der Fußball-EM 2012 an das Länderduo Polen/Ukraine mit einem deutlichen Aufschwung im Baubereich gerechnet. Bis zu 100 Hotels sowie zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen sollen hier zur Ausführung kommen. Zudem habe das Thema energetische Sanierung in Polen sehr an Bedeutung gewonnen. Zur Förderung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit hat Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Sievert AG & Co. KG, im Rahmen der Werkseinweihung dem Deutsch-Polnischen Akademikerforum an der Warszaw School of Economics (SGH Warschau) einen namhaften Geldbetrag zur Verfügung gestellt. Seit vielen Jahren unterrichtet Prof. Dr. Sievert Interkulturelles Management an der SGH.