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Snabble: die Zukunft des lokalen Einkaufens

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Wäre es nicht cool, einfach per Knopfdruck zu bezahlen und das Geschäft zu verlassen? Mit dieser Frage begann die Geschichte von Snabble, einem Start-up-Unternehmen aus Bonn. Gründer Sebastian Mancke sieht optimistisch in die Zukunft des Handels: „Wir möchten die Relevanz bestehender Einzelhändler erhalten, indem wir Erfolgsmethoden des Online-Shoppings in den lokalen Einzelhandel bringen“.

So einfach ist Einkaufen mit dem Handy: Produkt scannen, hinzufügen, zahlen an der App Kasse – Auspacken aufs Laufband entfällt. Fotos: Snabble

Snabble als Special Guest beim TASPO Talk in Köln

Wie Mancke das angehen will und welche digitalen Erfolgsmodelle dahinter stehen, erklärt er als Special Guest beim TASPO Talk „Service sells“ am 2. September auf der spoga+gafa (Forum Gartencafé) und vorab im Interview mit TASPO GartenMarkt.

Sie bringen Erfolgsmethoden des Online-Shoppings in den lokalen Handel. Welche Bausteine machen den Erfolg aus?

In unserer schnelllebigen Zeit werden wir Menschen immer ungeduldiger. Uns ist da vor einiger Zeit die Kassenschlange im Supermarkt aufgefallen. Es gab lange keinen Weg drum herum, man musste dort stehenbleiben, warten und schließlich alle seine Waren aufs Band legen. Und dann hastig wieder in den Einkaufswagen zurück.

Dass das nicht optimal ist, kann so ziemlich jeder nachvollziehen – und die Meinung haben wir auch nicht exklusiv: Eine Studie von Capgemini kam zur gleichen Erkenntnis, und letztlich hat dann ja auch Amazon mit Amazon Go darauf reagiert und die Chance erkannt. Wir verwenden Funktionen, die Nutzer bereits vom Online-Shopping auf dem eigenen Smartphone kennen: Artikel aussuchen, in den Warenkorb legen, bezahlen, fertig.

Wichtig für den Erfolg ist vor allem die Nutzererfahrung. Also alles möglichst einfach, selbsterklärend und in ganz wenigen Schritten, schließlich ist der Nutzer mit dem eigentlichen Einkaufen ja schon genug beschäftigt.

Worin unterscheidet sich Ihr System von anderen, zum Beispiel Ikea?

Vor allem dadurch, dass wir ganz konsequent auf die App setzen und dadurch, dass wir einen ganz anderen Ansatz verfolgen. Wir wollen so nutzerzentriert wie möglich sein und dadurch das Einkaufserlebnis deutlich verbessern. Dafür haben wir sehr viel Technologie entwickelt, die ist aber eben nur Mittel zum Zweck und steht bei uns nicht im Fokus.

Andere Wettbewerber setzen zum Beispiel noch auf kabellose Handscanner, die Nutzer dann mit in den Markt nehmen. Das war vor einigen Jahren auch sicherlich noch sinnvoll, da die Technik der Smartphones noch nicht so weit war – aber heute gibt es quasi keinen Unterschied in der Scan-Geschwindigkeit oder -Genauigkeit.

Damit entfallen nicht nur immense Hardware-Kosten für den Händler, es hat vor allem für Nutzer auch noch den Vorteil, dass er auch die Bezahlung in der App vornehmen kann und eben nicht zu einem Bezahlterminal muss.

Im Vergleich zu den „klassischen“ SB-Kassen haben wir noch weitere Vorteile. Auch bei SB-Kassen steht man teilweise noch lange in einer Schlange an, packt dort seinen ganzen Einkauf aus und anschließend wieder ein. Außerdem ist die Bedienung oft abenteuerlich kompliziert, sodass die Servicekraft aushelfen muss. Wir haben da natürlich auch sehr gute Implementierungen gesehen, aber eben auch sehr viele schlechte.

Wir möchten den Händlern keine teure Hardware vermieten und auch keine Wartungsverträge verkaufen. Wir möchten, dass jeder Kunde in seiner eigenen Geschwindigkeit einkaufen kann. Die meisten schneller und ohne Wartezeit, aber ältere Menschen zum Beispiel manchmal auch langsamer – ohne den Druck, nach dem Bezahlen ganz schnell alles einräumen zu müssen.

Mit Snabble auf dem Smartphone wird das Einkaufen also vor allem selbstbestimmter.

Das komplette Interview mit Snabble-Gründer Sebastian Mancke lesen Sie im kommenden TASPO GartenMarkt, der am 23. August erscheint.