Soja-Projekt: Teilnehmer gesucht

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Über 1.000 verschiedene Soja-Kreuzungen will das Projekt "1.000 Gärten 2.0" unter die Lupe nehmen. Foto: Pixabay

Welche Soja-Sorte taugt für den Anbau in Deutschland? Dieser Frage gehen die Universität Hohenheim und der Tofuhersteller Taifun nach. Für ein Forschungsprojekt suchen die Partner nun Hobbygärtner, Landwirte und Schulen aus der ganzen Republik.

„1.000 Gärten 2.0“: Sojabohnen, die überall in Deutschland wachsen

In drei Tagen startet die Anmeldephase für die Fortsetzung des Projektes „1.000 Gärten – Das Soja-Experiment“ unter dem Titel „1.000 Gärten 2.0“. Beim Vorgängerprojekt standen Kreuzungen, die sich zur Tofuherstellung eignen, im Mittelpunkt. 2.500 Teilnehmer machten mit und zeigten, wie erfolgreich Forschung sein kann, die auf eine Datenerhebung durch „Laien“ und nicht durch Wissenschaftler baut.

Die kommende Projektphase widmet sich Sojabohnen, die überall in Deutschland wachsen können. Der Hersteller Taifun-Tofu bezieht nach eigenen Angaben 100 Prozent seiner Bio-Sojabohnen aus Deutschland, Österreich und Frankreich. Allerdings benötigen diese Sorten ein mildes Klima. Um in Deutschland mehr Gegenden für den heimischen Sojaanbau zu erschließen, werden neue klimatisch passende Sojasorten benötigt.

Hobbygärtner, Landwirte und Schulen kultivieren Sojabohnen auf sechs Quadratmetern

Die Versuchsphase läuft wie folgt ab: Der Projektteilnehmer, egal ob Hobbygärtner oder Landwirt, sät auf sechs Quadratmetern Sojabohnen an. 12 verschiedene Sojakreuzungen und damit rund 1.000 verschiedene Sojastämme, angepasst an die jeweilige Klimazone, werden auf diese Weise getestet.

Auf einer Online-Plattform dokumentieren die Sojagärtner die Größe der Pflanzen, den Ertrag und die Reife. Ihre Ernte senden sie an die Universität und Forschungspartner Taifun. Im Labor analysieren Mitarbeiter dann den Eiweiß- und Fettgehalt der Sojabohnen sowie die Tofu-Eigenschaften.

„Mit der innovativen Züchtungsmethode von 1000 Gärten können die Menschen ihren persönlichen Beitrag für eine nachhaltige Forschung leisten“, betont Dr. Volker Hahn. Die entstehenden Sorten seien frei von Patenten, das heißt, Züchter können das Saatgut weiterentwickeln. „Das macht uns unabhängig von weltweit agierenden Saatgut-Monopolisten.“

Anmeldung ab 15. Dezember 2017 bis 28. Februar 2018 unter www.1000gärten.de.

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