Freilandanbau: Wetterstationen mit vielen Funktionen

Veröffentlichungsdatum:

Die Wetterstationen von Sencrop (l.) und Fruitweb. Fotos: Christoph Geißler

Die Blattnässe in Kulturen überwachen und Prognosen über anstehenden Krankheits- und Schädlingsbefall abgeben – das sollen laut Firmenangaben die Wetterstationen von Fruitweb und Sencrop leisten.

Prognosemodelle helfen beim Pflanzenschutz

Eine Wetterstation, die Prognosen über anstehenden Krankheits- und Schädlingsbefall geben kann – wie funktioniert das? Die Wetterstationen von Fruitweb können laut Hersteller genau das für Äpfel, Steinobst, Erdbeeren und Spargel. Die Wetterstation zeichnet Wetterdaten und Bodenfeuchte auf und verarbeitet diese Daten selbstständig zu den besagten Prognosemodellen. Anbauer sollen so bereits im Vorfeld wissen, welche Pflanzenschutz-Behandlungen in ihren Kulturen bald nötig sein könnten.

Neben dieser Funktion erfüllt die Wetterstation von Fruitweb auch alle anderen für eine Wetterstation typischen Aufgaben, wie etwa die Frostwarnung durch ein angebautes Frostwarngerät. Das Besondere hieran laut Fruitweb: Die Frostdaten werden im Intervall von ein bis zwei Minuten mitgeschnitten, so ist fast schon eine Live-Überwachung der Temperaturentwicklung möglich. Anbauer werden so früher gewarnt und gewinnen in kritischen Situationen wichtige Minuten, um Frostschutzmaßnahmen in ihren Kulturen durchführen zu können. Dabei warnt die Wetterstation ganz nach Wunsch des Anbauers, etwa per SMS und/oder Anruf. Auch Warnungen vor Extremhitze sollen so möglich sein.

Vernetzung mit anderen Wetterstationen

Eine weitere Wetterstation für den Feldeinsatz wird von Sencrop angeboten. Laut dem Hersteller soll sie präzise lokale Daten bieten und sich auch mit weiteren Sencrop-Wetterstationen, etwa auf benachbarten Flächen, verbinden können, um so ein umfassenderes Wetterbild liefern zu können. Laut Sencrop sind in Deutschland bereits über 1.000 dieser Wetterstationen im Einsatz. Die Vernetzung läuft dabei nicht über das Internet, sondern über das 0G-Funknetz – die Stationen sollen also überall in Deutschland einsatzfähig sein.

Feuchtigkeitssensor liefert Informationen über die Blattnässe

Zu den mitgeschnittenen Daten gehören neben den Standarddaten wie Wind und Regen auch die Blattnässe: Dafür wird ein blattförmiger Feuchtigkeitssensor an die Sencrop Wetterstation angeschlossen und direkt in den Pflanzenbestand gehängt. So sollen präzise Informationen über den aktuellen Feuchtigkeitszustand in der Kultur gewonnen werden können, über welchen sich dann Aussagen, etwa über möglichen Pilzbefall, treffen lassen können sollen. Die Wetterstation aktualisiert die über eine App abrufbaren Daten laut Hersteller alle 15 Minuten. In der App selbst sind diese dann als Histogramme abrufbar. Basierend auf diesen Daten bietet sie ebenfalls einen Frostalarm.

Cookie-Popup anzeigen