Zertifiziertes Holzfaser-Sortiment für Kultursubstrate

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Ein eigenes Biomassekraftwerk reduziert den CO2-Footprint. Foto: DHG

Ein zertifiziertes Holzfaser-Sortiment für den Einsatz in Kultursubstraten im professionellen Gartenbau bietet die DHG Vertriebs- und Consultinggesellschaft (Kempen) mit Fiohta pro, Fiohta fine und Fiohta an. Die RHP- und RAL-zertifizierten Holzfasern sind durch ihre Eigenschaften auch für die Herstellung von torffreien und torfreduzierten Blumenerden geeignet.

Geringe Stickstoff-Fixierung und hohe Wasserhaltefähigkeit

Das Fiohta-Sortiment wird nach Angaben des Herstellers ausschließlich aus PEFC-zertifizierten, regionalen Hölzern in Bioqualität hergestellt und entspricht den „Natur pur“-Vorgaben der „Grünstempel“-Ökoprüfstelle. Durch das Herstellungsverfahren des der DHG zugehörigen Produzenten Eifel-Holz weisen die Holzfasern eine geringe Stickstoff-Fixierung und eine hohe Wasserhaltefähigkeit auf. Ein weiterer Vorteil ist, dass zum Beispiel mit Fiohta fine auch die derzeit von Engpässen betroffenen Kokosprodukte für die Herstellung von Softfruit und weiteren Substraten ersetzt werden können.

Produktion von Erden und Holzfasern räumlich getrennt

Mit einer Produktionskapazität von 1,2 Millionen EN Kubikmeter pro Jahr bietet die DHG ein großes und qualitativ gleichbleibendes Volumen an Holzfasern an. Die Produktionsstätten von Holzfasern und Erden sind räumlich getrennt und erfüllen damit die RHP-Auflagen. Der Produktionsstandort Bütgenbach, belgische Eifel, ist umgeben von forstbaulich genutzten Waldflächen, sodass bei der Holzernte anfallende Rinde zur Produktion von Blumenerden und Rindenmulch aus regionalen Quellen stammt. Erst im Sommer 2018 wurde die neue, hochmoderne Holzfaseranlage in Betrieb genommen, die eine große Auswahl zur Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe bietet.

Die notwendige Energie zum Betrieb der Anlage wird in einem eigenen Biomassekraftwerk erzeugt, die anfallende Abwärme wird gleichzeitig für Trocknungsprozesse genutzt. Grünschnitt, der aus der Umgebung angeliefert wird, wird fachmännisch kompostiert und in gleichbleibender Qualität den Substraten beigemengt. Noch in diesem Jahr wird Eifel-Holz mit Umbaumaßnahmen beginnen, um seine Kapazitäten durch die Anschaffung neuer und die Modernisierung bestehender Produktionsanlagen zu verdoppeln. Neue Anlagen werden zu einem großen Teil in der Firmengruppe selbst hergestellt. Geplant ist die konsequente Ausrichtung zur Fertigung torfreduzierter und torffreier Produkte.

Deutlich geringerer CO2-Footprint als Torf

Der Torfausstieg bis 2030 ist im Erwerbsgartenbau umstritten. Ausschlaggebend wird künftig der CO2-Footprint der Substrate sein. Durch CO2-neutrale, regionale Rohstoffe und die Energie zur Herstellung aus eigenem Biomassekraftwerk hat Fiohta Holzfaser einen deutlich geringeren CO2-Footprint als Torf und weitere Rohstoffe, so der Anbieter. Damit lassen sich CO2-reduzierte und klimafreundliche Mischungen herstellen.

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