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Spargel: Eine durchwachsene Saison in Niedersachsen geht zu Ende

Die diesjährige Bilanz des Spargelanbaus in Niedersachsen fällt durchwachsen aus. Kurz vor dem Saisonende sind diejenigen zufrieden, die ihre Kulturen mit Minitunnel und Mehrfachfolien abgedeckt hatten und damit frühzeitig ernten konnten. Ohne diese technischen Hilfsmittel lagen Erntebeginn und Erntemengen meist deutlich weiter zurück als in vorigen Jahren.

Fachleute rechnen nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für die am 24. Juni endende Spargelsaison mit einem deutlich geringeren Gesamtertrag in Deutschland im Vergleich zum Erntejahr 2011. Die bisherige Rekordmenge von 103.000 Tonnen (t) des königlichen Gemüses wird wegen der kühleren Witterung voraussichtlich nicht erreicht. Geschätzt wird ein Rückgang um zehn bis 15 Prozent. Die Preise lagen im April bei rund 6,10 Euro und im Mai bei etwa 4,75 Euro pro Kilogramm (erste Wahl) und damit bis zu 20 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der Start in die Spargelsaison verlief zunächst schleppend. Die niedrigen Temperaturen im April führten anfangs zu einer verhaltenen Produktion. Auf einigen Flächen konnte sogar bis Mitte des Monats nur unter Tunneln geerntet werden. Das bescherte extrem verfrühten Flächen optimale Absatzmöglichkeiten. Unter Einfachabdeckungen blieben die Produktionsmengen häufig bis Ende April zurück. Bis Mitte Mai waren die produzierten Spargelmengen eher gering. Gutes Wetter um Pfingsten sorgte dann für größere Mengen der begehrten Stangen. (ts)