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Spargel: Erntemengen in Niedersachsen 20 Prozent geringer als 2011

Trotz hoher Nachfrage sind die Spargelanbauer in Niedersachsen in dieser Saison nicht auf ihre Kosten gekommen. Die Ernte sei in diesem Jahr etwa 20 Prozent geringer ausgefallen als im Vorjahr, teilt das Landvolk Niedersachsen zum Saisonende mit. 

„Wir hatten viel kaltes Wetter und lediglich eine warme Woche zu Pfingsten – das war deutlich zu wenig“, sagte Dietrich Paul, Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer in Niedersachsen, dazu. Die Ernte sei in diesem Jahr seiner Einschätzung nach etwa 20 Prozent geringer ausgefallen als im Vorjahr.

Das erkläre den Angaben zufolge auch den höheren Preis: Im kalten April mussten Verbraucher über sieben Euro für ein Kilo der zarten Stangen zahlen. Im Vorjahr waren die Preise dank einer Rekordernte deutlich niedriger gewesen.

Doch nicht nur die geringere Ernte trübt die Bilanz der Spargelanbauer. Die weit verbreitete Folienabdeckung ließ den Spargel den Angaben zufolge zum Saisonauftakt zu schnell sprießen, die Spätfröste verhinderten jedoch eine Erwärmung des Bodens. Die Folge seien allzu oft hohle Spargelstangen gewesen.

An manchen Standorten habe bis zu 80 Prozent des Spargels mit diesem Phänomen reagiert. Die Verbraucher ließen sich nach Aussage von Paul weder davon noch vom höheren Preis abschrecken. Trotz des hohen Preises haben die Erzeuger eine hohe Nachfrage registriert. (ts/lpd)