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Spargel- und Beerenbranche vereint Kompetenzen

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In einer Online-Gründungsversammlung vereinbarten mehrere regionale Verbände, Vereinigungen und Vereine der Spargel- und Beerenbranche die Gründung des Netzwerks der Spargel- und Beerenverbände. Ziel des Netzwerks sei es unter anderem, sich gemeinsam Themen wie Produktionssicherheit, Gewinnung von Saisonarbeitskräften aus dem nicht EU-Ausland und faire Handelspreise zu widmen.

Die Spargel- und Beerenproduzenten gründeten ein neues Netzwerk. Foto: Isaak Matten/ Pixabay

Gründungsmitglieder und Ziele des Netzwerks

Zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerks zählen der Verband der Ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer, der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer, die Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen, die Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe,  sowie der Arbeitskreis Spargel Schleswig-Holstein, der Arbeitskreis Spargel Südhessen, die Erzeugergemeinschaft Abensberger Qualitätsspargel, der Landesverband Obstbau Westfalen-Lippe und der Spargelerzeugerverband Südbayern. Gemeinsam wolle man dafür sorgen, den Betrieben Sicherheit bei der Produktion von Spargel und Beerenobst zu geben. Weiterhin soll auch die Öffentlichkeit und die Politik über die gute fachliche Praxis in der Spargel- und Beerenproduktion informiert werden. Auch das Thema Öffentlichkeitsarbeit spiele eine Rolle, denn man wolle gemeinsam Werbemittel für heimische Spargel und Beeren in Umlauf bringen.

Entstehung des Netzwerks

Entstanden sei das neu gegründete Netzwerk durch die intensive Zusammenarbeit in der Vergangenheit, unter anderem durch die jährlich stattfindenden Treffen der Spargelverbände und der Bundesfachgruppe Gemüse (ZVG). In der Ehrenamts-Klausur in Kassel im Oktober 2019 einigte man sich bereits über die Struktur und Finanzierung des zu gründenden Netzwerks. Die genaue Satzung wurde im Juni 2020 in Erfurt erstellt. Übergreifend haben die Akteure bereits vor dieser offiziellen Netzwerkgründung erfolgreich beim Corona-Krisenmanagement, Erntehelfermangel und Folienkritik sowie zahlreichen politischen Stellungnahmen erfolgreich kooperiert.

Der Vorstand des Netzwerks

In den Vorstand wurden Frank Saalfeld (Politik, Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Geschäftsführung), Simon Schumacher (Recht, Arbeit und Soziales), Fred Eickhorst (Produktion und Versuchswesen), Anke Knaup (Regionalität und Werbung), Henning Hoffheinz (Pflanzenschutz und Düngung) und Jürgen Schulze (QS und Anbaumanagement) berufen. Im Netzwerk sollen sie den fachlichen Austausch weiter intensivieren, Synergien nutzen und Kosten reduzieren. Mit den dadurch freiwerdenden Arbeits- und Finanzressourcen können weitere branchenspezifischen Projekte realisiert werden. „Das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. sehe ich als logische Schlussfolgerung und Reaktion der Verbände Spargel und Beerenobst produzierender Betriebe auf die Landwirtschaftspolitik der vergangenen Jahre“, so Saalfeld. „Das Netzwerk soll für die Erzeuger eine Basis für Kontinuität, Planungssicherheit und Zusammengehörigkeit bieten. Nur gemeinsam ist die Branche stark und wird besser gehört.“

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