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Spargelbetriebe in NRW erwarten sicheren Ernteverlauf

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Die Hygienekonzepte stehen, weshalb entlang der Spargelstraße NRW trotz der anhaltenden Corona-Pandemie von einem ebenso sicheren Ernteverlauf wie 2020 ausgegangen wird. Das teilte die Anbauer-Vereinigung anlässlich der offiziellen Saisoneröffnung am 15. April mit. Der Löwenanteil des in Nordrhein-Westfalen geernteten Spargels wird dabei von den Erzeugern direkt vermarktet.

Bernfried Nahrup war mit seinem Spargelhof in Greven Gastgeber der offiziellen Eröffnung der Spargelsaison 2021, die Corona-bedingt als Videokonferenz abgehalten wurde. Foto: Spargelstraße NRW

NRW mit höchsten Verbraucherzahlen im Direktverkauf

„Das Angebot an saisonalen und regionalen Spezialitäten und die Gewissheit, absolut frische Produkte angeboten zu bekommen, machen den Einkauf beim Erzeuger zum Erlebnis. Direkter als in einem Hofladen kann ein regionales Produkt einfach nicht vermarktet werden“, sagen Britta und Bernfried Nahrup, deren Spargelhof in Greven zu den rund 160 in der Spargelstraße NRW organisierten Betrieben gehört. Wie die Anbauer-Vereinigung informiert, werden weit über 70 Prozent des zwischen Rheinland, Münsterland und Teutoburger Wald geernteten Spargels von den Erzeugern in Hofläden, an Marktständen oder über den Einzelhandel direkt vermarktet. Ein Konzept, das offenkundig ankommt, wie Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, bei der virtuellen Saisoneröffnung bestätigte. „Wir haben hier in Nordrhein-Westfalen die höchsten Verbraucherzahlen im Direktverkauf, das macht uns stolz. Regionales und saisonales Gemüse ist der Wunsch der Verbraucher, den wir sehr gern erfüllen.“

Sicherer Verlauf der Spargelernte im vergangenen Jahr

Rund 18.600 Tonnen des edlen Stangengemüses wurden den Erhebungen des Statistischen Bundesamts zufolge im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen gestochen, womit das Bundesland in puncto Erntemenge im bundesweiten Vergleich hinter Niedersachsen und Brandenburg auf Platz drei lag. 80 Prozent der insgesamt 380 Spargelanbauer in NRW sind den Angaben zufolge Familienbetriebe, welche die Ernte mit knapp 45 Prozent Familienarbeitskräften und 48 Prozent Saisonarbeitskräften bewältigen. Dass die Spargelernte im vergangenen Jahr trotz Corona sicher über die Bühne gehen konnte, sei dem engagierten Hygiene-Informationsmanagement der Anbauer-Vereinigung, dem konsequenten Befolgen der behördlichen Vorgaben sowie dem Improvisationsvermögen der Betriebe zu verdanken.

Spargelanbauer in diesem Jahr mit viel besserer Vorbereitung

„Die Spargelanbauer waren Vorbild für die gesamte Branche, denn sie waren die ersten, die mit komplett neuen Maßnahmen und vielen Mitarbeitern in die Ernte starteten“, lobt Willy Kreienbaum, Vorsitzender der Anbauer-Vereinigung. „In diesem Jahr konnten wir uns viel besser vorbereiten, die Hygienekonzepte stehen und erfüllen alle Anforderungen.“ Auch Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser zollte den Erzeugern im Rahmen der Corona-bedingt virtuell abgehaltenen Saisoneröffnung rückblickend noch einmal ihren Respekt. „Die Spargelanbaubetriebe in NRW bildeten als eine der 2020 zuerst wirtschaftlich betroffenen Branchen durch die strikte Befolgung der Hygienemaßnahmen einen echten Lichtblick.“

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