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Spargelernte: Problem Saisonkräfte - zu wenig Leute für die heißen Tage

Was für ein Drama! Verbraucher können den Beginn der Spargelsaison kaum erwarten und sind bereit, für das frühe Gourmet-Gemüse tief in die Tasche zu greifen. Jetzt aber erweist sich die so genannte Eckpunkteregelung zum Einsatz von Saisonarbeitskräften als Bremsklotz in der Spargelernte. Den deutschen Spargelanbauern fehlen Erntehelfer.

Speziell die warme Witterung im Mai ließ die begehrten weißen Stangen schneller sprießen als normalerweise. Die entstandenen Arbeitsspitzen waren daher nicht zu vermeiden. Dem konnte trotz aktualisierter Eckpunkteregelung die Bundesagentur für Arbeit keine schnellen Lösungen entgegensetzen. Das Ergebnis ist, dass rund 30 Prozent der Spargelernte "ins Kraut geschossen ist" und daher keine Verwendung mehr finden kann. Die Spargelanbauer machen die Landesagenturen für Arbeit dafür verantwortlich, dass sie nicht schnell genug für ausreichendes Arbeitskräftepotenzial sorgten. Die Arbeitsagenturen wiederum kritisieren die Spargelanbauer, die noch zu wenig mit ihnen zusammenarbeiten würden und den Personalbedarf für die Saison 2007 zum Teil zu spät gemeldet hätten - teilweise erst im April. So spielen die Parteien den Ball hin und her.

Immer mehr polnische Saisonhelfer orientieren sich derweil jedoch an anderen Märkten, wie etwa denen in den Niederlanden oder in England, einerseits, weil sie dort ohne zeitliche Befristung arbeiten können, andererseits, weil die Löhne vielversprechender sind als hierzulande. Näheres zu dem Thema in der aktuellen TASPO Ausgabe Nr. 23