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Spargelsaison: Preise schwanken mit dem Wetter

Die diesjährige Spargelsaison zeigt bis dato wieder eine ganz eigenwillige Entwicklung. Nach verspätetem Beginn und einer sich zögerlich entwickelnden Ernte im April stiegen die Erntemengen erst in der ersten Maiwoche deutlich an. Mit den hohen Temperaturen ab Anfang Mai war in der zweiten Maiwoche bereits ein erster Angebotshöhepunkt erreicht. Die Schwarz-Weiß-Folien wurden meist auf weiß gedreht, um die Entwicklung etwas zu bremsen. Während die Absatzmengen der Erzeugermärkte noch in der ersten Maiwoche weit hinter den Mengen der entsprechenden Vorjahreswoche zurückblieben, überstiegen sie in der zweiten Maiwoche das Vorjahresergebnis deutlich. Trotz steigender Nachfrage zum Muttertagswochenende sind die Preise unter Druck geraten. Die deutschen Erzeugerorganisationen haben in Kalenderwoche 20 eine sehr große Menge an Spargel abgesetzt. Auf entsprechend niedrigem Niveau lag der durchschnittliche Abgabepreis mit 3,08 Euro je Kilogramm für Spargel der Klasse I, weiß, 16 bis 26 Millimeter (Vorjahr = 3,74 Euro je Kilogramm). Erst in der 21. Woche wirkte sich die vorherrschende Witterung mit kühleren Temperaturen und Niederschlägen langsam mindernd auf die Erntemengen aus. In der Woche vor Pfingsten war Spargel Mangelware, und die Preise hatten sich auf hohem Niveau stabilisiert. Mit nun einsetzenden sommerlichen Temperaturen wird das Angebot wieder steigen.