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Spezial Niederlande: Gärtner fechten das Bestandsrecht der Produktschap Tuinbouw an

Eine ganz eigene Form der gartenbaulichen Vertretung besteht in den Niederlanden über die so genannten Productschapen, im Gartenbau die Productschap Tuinbouw (PT). Das Bestandsrecht dieser staatlichen Betriebsorganisation für den Gartenbau steht momentan stark zur Diskussion. Erst vor kurzem haben beunruhigte Gärtner das Büro der Productschap für einige Stunden besetzt. Die Kritik der Gärtner richtet sich vor allem gegen die bindende Verpflichtung, an die Productschap Abgaben zahlen zu müssen. Inzwischen ist die Diskussion auch ins niederländische Parlament geschwappt. Verschiedene Fraktionen dort ziehen das Bestandsrecht der Productschappen allgemein in Zweifel. Damit kommt ihr Fortbestand immer stärker unter Druck. Wie die anderen „Productschappen“ in den Niederlanden auch, untersteht die Productschap Tuinbouw der Aufsicht und Zuständigkeit des niederländischen Parlaments. Das Parlament kümmert sich aber nicht direkt um die Geschäftsführung. Diese liegt in den Händen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die in Eigenregie ihre Angelegenheiten regeln. Die Hauptaufgabe der Productschap Tuinbouw ist die Interessenvertretung aller Gärtner. Zusammen mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen des Sektors entscheidet die Productschap über Investitionen in Werbemaßnahmen, Maßnahmen zur Förderung der Qualität und alle Voruntersuchungen, die dafür notwendig sind. Mehr über die aktuelle Diskussion lesen Sie in dem Sonderteil "Spezial Niederlande" in der aktuellen TASPO.