Alle News

Stadtgrün: Kosten durch fachgerechte Pflege senken

, erstellt von

Der Stellenwert von öffentlichem Grün ist durch die Corona-Pandemie nochmals gestiegen. Die Menschen zieht es nach draußen in die Parks und auf die urbanen Grünflächen, daher ist dessen Pflege essentiell und kann auf langfristige Sicht sogar Kosten senken und die Attraktivität des Standortes erhöhen.

Eine professionelle Grünflächenpflege könne die Kosten für Kommunen und Städte langfristig sogar senken. Foto: Bryan Clayton/ Pixabay

Bedeutung von Grün in der Stadt gestiegen

Lockdown, Kontaktbeschränkungen und geschlossene Freizeiteinrichtungen, all diese aktuellen Faktoren sorgen dafür, dass die urbanen Grünflächen einen immer größeren Stellenwert bei der städtischen Bevölkerung einnehmen. Das belegt auch eine vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) in Auftrag gegebene forsa-Umfrage. Daraus geht hervor, dass Menschen Parks öfter und intensiver als bisher zum Erholen und Abschalten nutzen. Infolgedessen sind städtische Grünflächen als Ausgleich wichtiger, denn je. Damit rückt Stadtgrün auch immer mehr in den Fokus der Entscheider von Städten und Kommunen. Doch um die Zufriedenheit der Bürger langfristig zu steigern, sei laut BGL ein professionell gepflegtes Grün entscheidend. „Wir wissen und verstehen, dass die Pflege von Stadtgrün in den klammen Haushalten der Kommunen teilweise nicht oberste Priorität hat. Jedoch sind Parks und Grünflächen entscheidende Faktoren für die Zufriedenheit aller Bürger. Unser Förder-Check zeigt hier Möglichkeiten der Städtebauförderung für Um- und Neubauten auf und hilft bei der Orientierung im Förderdschungel“, so Jan Paul, Vizepräsident des BGL.

Wert der blau-grünen Infrastruktur durch Pflege erhalten

Die städtischen Grünanlagen sind einem erhöhten Nutzungsdruck ausgesetzt, weshalb eine unzureichende Pflege immer stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt. Kommunale Entscheider sind dann zum Handeln gezwungen. Um den Wert der blau-grünen Infrastruktur zu erhalten, muss diese also gepflegt werden, wodurch der Wert auch zusätzlich gesteigert werden könne. Entscheiden sich Städte und Kommunen für den Ausbau ihres Grüns, dann treten stets Folgekosten auf. Diese Lebenszykluskosten können jedoch durch eine angepasste Pflege sinnvoll genutzt werden.

Investitionskosten betragen nur 15 Prozent der Lebenszykluskosten

Es wird davon ausgegangen, dass die Investitionskosten bei lediglich 15 Prozent der Lebenszykluskosten liegen, die übrigen Kosten werden demnach von Pflegemaßnahmen der blau-grünen Infrastruktur verursacht. Bei intensivierter Nutzung, wie aktuell durch die Corona-Pandemie, entstehe auch ein höherer Pflegeaufwand. „Deswegen sollte bei Städten und Kommunen die Pflege ihres Grüns an Bedeutung gewinnen, um auch nach der Corona-Krise als lebenswerte und attraktive Orte zu gelten“, erklärt Paul. Bei sach- und fachgemäßer Pflege bleibt der Wert der Grünflächen nicht nur stabil, sondern er steige laut BGL auch.

Cookie-Popup anzeigen