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Stauden-Saison 2021: frühblühende Pflanzen unter Druck

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Die Stauden-Saison in diesem Jahr wird kein Selbstläufer, prognostizieren Produzenten vom Niederrhein sowie der Vermarkter Landgard. Die Qualität der frühblühenden Stauden sei auch in diesem Jahr sehr hoch, die Auswirkungen der Geschäftsschließungen und das weitere Bestellverhalten der Kunden seien derzeit aber noch nicht absehbar.

Manfred Heekeren zeigt die zur Vermarktung bereiten Stauden seines Betriebs. Foto: Jacob und Heekeren GbR

Stauden-Vermarktung startet in diesem Jahr später

Rund eine Woche später als 2020 aufgrund des heftigen Wintereinbruchs in der zweiten Februarwoche startet laut Landgard in diesem Jahr die Vermarktung der frühblühenden Stauden. Die Kunden würden bislang trotz des Lockdowns an den geplanten Erstbestückungen ihrer Filialen festhalten, wie Marius Huschka, Key Account Manager im Vertrieb DIY der Landgard Blumen & Pflanzen GmbH, erklärt. „Der Erfolg der diesjährigen Stauden-Vermarktung hängt trotzdem vor allem davon ab, ob, wann und unter welchen Voraussetzungen die Filialen unserer Kunden im DIY nach dem wochenlangen Lockdown wieder geöffnet werden können.“

Erzeuger auf Vermarktung zum optimalen Zeitpunkt angewiesen

Die Auswirkungen der Geschäftsschließungen beim Stauden-Absatz spürt unter anderem die Jacob und Heekeren GbR in Rheurdt – besonders die frühblühenden Pflanzen stünden unter Druck. „Die Hauptvermarktung wird überwiegend im Sichtkauf durchgeführt. Nach der Blüte finden Stauden dort aber nur noch selten Abnehmer. Daher sind wir darauf angewiesen, unsere Stauden zum optimalen Zeitpunkt in die Vermarktung zu geben“, sagt Manfred Heekeren. Mit Temperaturen von bis zu 20 Grad in der letzten Februarwoche sei die Witterung dafür inzwischen perfekt. Trotzdem seien Aufträge nach hinten verschoben worden, weil die Kunden nicht wussten, wann sie ihre Filialen wieder öffnen dürfen.

Die Pflanzen der Jacob und Heekeren GbR werden über Landgard an Baumärkte und Gartencenter vermarktet, auch für den Online- oder Katalog-Verkauf produziert der Gartenbau-Betrieb. In diesem Bereich sei der Absatz im letzten Jahr durch die Corona-Pandemie um 20 Prozent gewachsen. „Wir passen unsere Produktion immer an den Bedarf der Kunden an, um einen möglichst hohen Abverkauf zu erzielen – in diesem Jahr liegen wir bei den Mengen auf Vorjahresniveau“, sagt Heekeren. „2020 haben auch wir von der langanhaltenden Schönwetterphase in der ersten Jahreshälfte profitiert. Da die Menschen viel weniger in Urlaub gefahren sind, haben sie das perfekte Wetter dazu genutzt, den eigenen Garten oder Balkon mit vielen neuen Pflanzen zu verschönern.“

Produktbereich Stauden bis zur Pandemie kontinuierlich gewachsen

Laut Landgard ist der Produktbereich Stauden bis zur Corona-Pandemie kontinuierlich gewachsen, was die aktuellen Marktzahlen belegen würden. Durch den Lockdown im Frühjahr 2020 sei die Menge der im ersten Quartal vermarkteten Stauden gegenüber dem Vorjahr zwar leicht gesunken, jedoch konnte dieser Rückgang im Verlauf des Frühjahrsgeschäfts wieder aufgeholt und die Gesamtmenge des Vorjahrs übertroffen werden. In diesem Jahr rechnet die Erzeugergenossenschaft unter anderem aufgrund der Geschäftsschließungen im Januar und Februar ebenfalls mit einer „Vermarktungsdelle“. Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf die Öffnung von Gartencentern und Blumengeschäften geht Landgard aber nicht nur bei Stauden dennoch wieder von einem absatzstarken Jahr aus.

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