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Steuerrecht 2016: Anhebung der Grenzbeträge

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Mit dem Start ins neue Jahr ändern sich Bestimmungen in Handelsgesetzbuch und Abgabenordnung. So werden zum Beispiel Unternehmen, die pro Geschäftsjahr Umsätze unter 600.000 Euro verzeichnen, von der Buchführungspflicht befreit.

Wer Umsätze unter 600.000 Euro schreibt, der ist ab 2016 von der Buchführungspflicht befreit. Foto: Fotolia psdesign1

Unternehmen: Grenzbetrag für Buchführungspflicht um 100.000 Euro angehoben

Bisher lag der Grenzbetrag für die Buchführungspflicht laut Steuerrecht bei 500.000 Euro im Jahr. Für Gewinne aus dem Gewerbebetrieb/Land- Forstwirtschaft sieht der Gesetzgeber  einen Grenzbetrag von 60.000 Euro pro Wirtschaftsjahr vor, damit wurde der Wert um 10.000 Euro angehoben.

Außerdem führt der Gesetzgeber eine neue Grundlage für die Unternehmereigenschaft juristischer Personen des öffentlichen Rechts bei der Umsatzbesteuerung ein. Bisher waren die betroffenen Einrichtungen nur mit gewerblichen Betrieben unternehmerisch tätig und wurden nach Körperschaftssteuerrecht beurteilt.

Hoheitliche Tätigkeiten aus dem unternehmerischen Bereich gelöst

Mit dem neugeschaffenen Paragraph 2 des Umsatzsteuergesetzes gehören hoheitliche Tätigkeiten nicht mehr zum unternehmerischen Bereich, sollte dadurch keine größere Wettbewerbsverzerrung entstehen. Allerdings ist diese Regelung noch bis 2021 einer Übergangsphase untergeordnet. Erst dann wird sie für alle betroffenen Unternehmen verbindlich.

Das Bundesfinanzministerium hat eine Übersicht zu den Änderungen im Steuerrecht, die auch Privatpersonen betreffen, online zusammengestellt.