Stiftung: Nach 18 Jahren am Ziel

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Eine neue Stiftung soll den internationalen Gartenbau in den ariden und semiariden Gebieten der Tropen und Subtropen fördern, um dadurch die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen. Sie nennt sich "Paul-Hoffmann-Stiftung" und geht auf die Initiative von Dr. Werner Hoffmann, einem langjährigen Mitarbeiter der Fachhochschule Wiesbaden am Studienort Geisenheim, zurück. Nach 18 Jahre währender Vorgeschichte war am 7. Februar im Geisenheimer Gerd-Erbslöh-Hörsaal Gründungsversammlung. Wie die Fachhochschule Wiesbaden in einer Pressenotiz ausführt, werde die Stiftung Projekte der einheimischen Bevölkerung initiieren, wissenschaftlich begleiten und auswerten. Die Entstehung der Stiftung begann mit dem 1991 gestellten Antrag auf Rückgabe des Grundstücks der Gärtnerei seines Bruders Paul Hoffmann im brandenburgischen Trebbin, das inzwischen das Kapital der Stiftung bildet. Dieses Grundstück war, nachdem Paul und sein Bruder Hans Hoffmann 1946 durch ein sowjetisches Militärgericht wegen angeblicher antisowjetischer Propaganda zum Tode verurteilt wurden, enteignet worden. Später wurde das Urteil in zehnjährige Lagerhaft in Sibirien umgewandelt. 1947 verunglückte Hans Hoffmann in einem Kohlebergwerk tödlich. Paul Hoffmann junior kehrte erst 1953 in die Heimat zurück. Im Jahr 2001 wurden die Brüder durch die russische Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert - eine Voraussetzung zur Rückgabe des Grundstücks. Mehr unter www.Paul-Hoffmann-Stiftung.de.

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