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Strauchbeerenernte von Frost und Trockenheit geprägt

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Im vergangenen Jahr fiel die Strauchbeerenernte in Deutschland um gut neun Prozent geringer aus, als im Vorjahr. Grund dafür waren Spätfröste und die langanhaltende Trockenheit. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.

Heidelbeeren und Himbeeren hatten große Anteile der gesamten Strauchbeerenernte in Deutschland im vergangenen Jahr. Foto: Couleur/ Pixabay

Anbaufläche konstant, Ernte rückläufig

Die Anbaufläche von Strauchbeeren blieb in Deutschland im vergangenen Jahr auf einem konstanten Niveau und betrug knapp 9.400 Hektar. Geerntet wurden auf dieser Fläche insgesamt 35.800 Tonnen Strauchbeeren. Damit fiel die Ernte um neun Prozent geringer aus, als noch im Vorjahr. Bei Betrachtung der einzelnen Kulturen geht aus den aktuellen Zahlen des Destatis hervor, dass die Anbaufläche von Kulturheidelbeeren gestiegen sei. Mit 3.300 Hektar wuchs die Anbaufläche 2020 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent, gleichzeitig sank der Ertrag allerdings pro Hektar um 27 Prozent. Mit 11.300 Tonnen wurde nahezu ein Viertel (-24 Prozent) weniger Kulturheidelbeeren geerntet als 2019. Trotz allem nehmen Kulturheidelbeeren knapp ein Drittel der gesamten Strauchbeerenernte ein (32 Prozent).

Spätfröste und Trockenheit beeinflussen Ernte

Nach den Kulturheidelbeeren waren die Roten und Weißen Johannisbeeren die Strauchbeerenarten mit den größten Erntemengen. Ihr Niveau blieb verglichen mit dem Vorjahr konstant bei rund 7.400 Tonnen. Himbeeren gehörten mit 7.100 Tonnen und einem Minus von fünf Prozent immer noch zu den Top Drei. Schwarze Johannisbeeren rangieren auf Rang vier mit 4.500 Tonnen und einem Plus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Allgemeine Rückgang der Erntemengen habe laut Destatis zwei Gründe. Zum einen war die Ernte durch Spätfröste geprägt, als auch durch die Trockenheit des Sommers 2020. Deutlich hervor sticht dabei allerdings die hohe Zunahme der Erntemenge an Schwarzen Johannisbeeren, die vorwiegend in Baden-Württemberg und Bayern angebaut werden. Die allgemeinen Witterungsbedingungen konnten dieser Kultur demnach nicht so zusetzen, wie anderen Kulturen.

Geschützter und ökologischer Anbau

Eine Zunahme erfuhr der geschützte Anbau im vergangenen Jahr, der einen Zuwachs von sieben Prozent verzeichnete. Insgesamt stammten 5.700 Tonnen Strauchbeeren, also 16 Prozent aus dem Anbau unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen. Im Vergleich zu 2012 betrug dieser Anteil noch knappe vier Prozent, wodurch ein klarer Trend der vergangenen Jahre zu erkennen ist. Vorwiegend werden die empfindlichen Himbeeren unter solchen Schutzabdeckungen angebaut, die im Jahr 2020 mit 87 Prozent auch den weitaus größten Anteil am geschützten Anbau ausmachten. Vollständig ökologisch wurden 3.600 Tonnen Strauchbeeren produziert, was einen Anteil von zehn Prozent bedeutet. Die Erntemenge sank damit in diesem Bereich um 16 Prozent, während die Anbaufläche mit knapp 3.000 Hektar um zwei Prozent stieg.

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