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Studentin testet Gesteinsmehl

Im Wettbewerb "Jugend forscht 2008" erhielt das Exponat von Anja Adler, Studentin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Sachsen-Anhalt) den Preis des Bundespräsidenten "Für eine besonders außergewöhnliche Arbeit". Es trägt den Titel "Vulkangestein als Wunderdünger. Porphyr - Zukunft der Rekultivierung?". Ausgangspunkt für die Forschungsarbeit von Adler war die notwendige Rekultivierung der riesigen ehemaligen Flächen des Braunkohleabbaus im Raum Halle/Saale, die wieder begrünt werden sollen. Das Problem dabei: die Rekultivierung ist teuer, weil unter anderem der Restboden sauer ist und mit Kalk neutralisiert werden muss. Adler hatte die Idee, dafür Porphyrmehl einzusetzen, welches beim Porphyrabbau im Raum Halle/Saale massenweise als preiswertes Abfallprodukt anfällt. Porphyr gehört zu den neutral reagierenden Gesteinen. Die junge Forscherin düngte damit Rasen- und Gemüsebeete und stellte fest, dass die Pflanzen besser bedeihen als auf Vergleichsparzellen. Sie testet jetzt das Gesteinsmehl auf einem Probefeld in einem ehemaligen Tagebaugelände.