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Studie: Schwarzarbeit im Garten

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Seit 60 Jahren ist die Schwarzarbeit in Deutschland verboten. Dennoch arbeiteten in Deutschland im Jahr 2016 bis zu drei Millionen Hilfskräfte in Privathaushalten in Deutschland schwarz. Rund zehn Prozent aller Schwarzarbeiter leisteten EU-weit Gartenarbeit, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln berichtet.

Auch Schwarzarbeit im Garten ist kein Kavaliersdelikt.

Schwarzarbeit verursacht in Deutschland Schaden von rund 140 Millionen Euro

Eine offizielle Statistik zur Schwarzarbeit gibt es allerdings nicht, schließlich wird sie im Verborgenen geleistet. Je nach Schätzung beläuft sich die unversteuert erbrachte Arbeitszeit aller Bereiche auf rund 140 Milliarden Euro.

Heute feiert das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit 60. Geburtstag. Seit 1975 gilt Arbeit, die unangemeldet geleistet wird, als Ordnungswidrigkeit. 2002 legte der Gesetzgeber fest, dass illegale Beschäftigung mit einer Geldbuße von bis zu 500.000 Euro geahndet werden kann. Seit 1. August 2004 können in schweren Fällen Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren verhängt werden.

15 Prozent angebotener illegaler Tätigkeiten entfielen auf Gartenarbeit

Laut der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln lag der durchschnittlich gezahlte Stundenlohn lag im letzten Jahr in Deutschland bei rund zehn Euro; allerdings zahlte jeder achte Bundesbürger auch mehr als 20 Euro pro Stunde für den Schwarzarbeiter.

Rund 15 Prozent aller Tätigkeiten, die von Schwarzarbeitern EU-weit angeboten wurden, entfielen der Erhebung nach auf Gartenarbeit. Die Nachfrage bewegte sich laut eurobarometer bei zehn Prozent.