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Studie: Tulpenabsatz könnte deutlich steigen

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Der Absatz von Tulpen könnte in den kommenden fünf Jahren drastisch zunehmen, prognostiziert eine Studie der Rabobank Nederland. Allein aus den Niederlanden könnten bis 2023 rund 700 Millionen Stück mehr verkauft werden.

2,4 Milliarden Tulpen produzieren die Niederlande derzeit im Jahr. Foto: Pixabay

Derzeit beläuft sich der jährliche Schnitttulpen-Absatz in Europa auf 3,3 Milliarden Stiele. Davon werden der Studie zufolge 2,4 Milliarden in den Niederlanden produziert (Treiberei).

Absatz von Tulpen seit 2000 mehr als verdoppelt

Seit dem Jahr 2000 habe sich der Absatz getriebener Tulpen aus Holland mehr als verdoppelt. 2023 könnten es europaweit eine Milliarde Stiele mehr sein, davon etwa 700 Millionen aus den Niederlanden. Der Markt habe noch beträchtliches Potenzial, doch müssten die Betriebe aktiv neue Märkte erschließen, wie die Studie darlegt.

Deutschland bleibt demnach der weitaus wichtigste Absatzmarkt für Tulpen. Von den europaweit 3,3 Milliarden Stielen entfallen 1,5 Milliarden Stück auf Verkäufe in Deutschland. Das Vereinigte Königreich steht mit etwa 500 Millionen Tulpen an zweiter Stelle. In Italien, Schweden und Polen seien Tulpen ebenfalls sehr populär.

Betriebe werden weniger

Während der deutsche Markt bei Tulpen weitgehend ausgeschöpft wäre, sei in mehreren anderen europäischen Ländern durchaus noch eine starke Zunahme des Schnitttulpen-Absatzes möglich. Allerdings muss die Qualität der Tulpen laut der Rabobank-Studie gleichmäßiger werden. Ein weiterer kritischer Punkt sei der zusätzliche Bedarf für die Produktion der Tulpenzwiebeln.

Laut der Studie geht die Zahl der Betriebe mit Tulpentreiberei in den Niederlanden weiter zurück, verbunden mit steigenden Produktionsmengen je Betrieb. Hätten 2017/18 noch etwa 350 Gärtnereien Tulpen getrieben, könnten es 2023 rund 100 weniger sein.

Supermärkte bald wichtigster Verkaufskanal?

Der Schätzung zufolge würden 15 Betriebe jeweils mehr als 100 Millionen Tulpen treiben. 40 Betriebe bilden das Mittelfeld (je 20 Millionen Stück oder etwas mehr). Den größten Anteil werden weiterhin Betriebe mit Produktionsmengen von jeweils ungefähr zehn Millionen Stück ausmachen.

Diese kleineren Betriebe setzen der Studie zufolge vor allem an den Fachhandel ab. Zuwächse seien aber vor allem bei den anderen Verkaufskanälen zu erwarten. Supermärkte würden zum wichtigsten Verkaufskanal für Tulpen.