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Studie zeigt Schwierigkeiten des englischen Gartenbaus

In einer kürzlich veröffentlichten Studie spricht das National Horticultural Forum (NHF) einigen Veränderungsbedarf im englischen Gartenbau an. Die Grundzüge der Studie lassen sich weitgehend auch auf den Gartenbau in Deutschland übertragen.

Wie die Fachzeitschrift Horticulture Week berichtet, stellte die Studie folgende Aspekte als mittel- und längerfristige Gefahren für die Branche heraus: hohe Arbeits- und Energiekosten, ausländische Konkurrenz, niedrige Gewinnspannen, Druck durch die Anti-Torf-Lobby, Wechselkursschwankungen, steigende Transportkosten und die Zunahme von Problemen mit Pflanzenkrankheiten.

Zu den Schwächen der Branche würden unter anderem der scharfe Preiswettbewerb und die zunehmende Distanz zwischen Produktion und Konsumenten zählen. Andererseits gebe es positive Einflüsse. Zum Beispiel sei Großbritannien der "beste Gartenmarkt in Europa". Bessere Logistik, mehr Kooperation zwischen den Produzenten, weitgehende Spezialisierung der Produktion und der Einsatz modernster Technologie (einschließlich der Nutzung alternativer Energieträger) wurden als sehr wichtig für die verbleibenden Betriebe herausgestellt. Zur Sprache kam in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung von Marketing, Ausbildung, verbesserter Marktinformationen, Produktionsplanung. Die von der Unternehmensberatung Promar International im Auftrag von NHF erstellte Studie prognostiziert Entwicklungen für die nächsten zehn bis 20 Jahre, gegliedert nach folgenden vier Sektoren: Zierpflanzen und Ziergehölz-Baumschulen, Kohl, Beerenobst und essbare Gartenbauprodukte unter Glas oder Folie.

Nach 2004 ist dies die zweite Studie des NHF zur Zukunft des englischen Gartenbaus. Das National Horticultural Forum war im Jahr 2002 auf Basis einer Übereinkunft zwischen mehreren Organisationen - darunter Royal Horticultural Society, National Farmers Union und Horticultural Trades Association - gegründet worden.